Geschichte und Unterhaltsames rund um ein Musikinstrument

Geschichte und Unterhaltsames rund um ein Musikinstrument

Ein Cembalo schmückt seit kurzer Zeit das Gymnasium Wendalinum. Nun wurde das Musikinstrument bei einem Konzert vorgestellt. Zu hören gab es unter anderem Werke von Gaetano Piazza und Johann Sebastian Bach.

Das Vokalensemble leitete in die musikalische Neuzeit über.

Das Gymnasium Wendalinum hatte zum Konzert geladen, um seine musikalische Neuanschaffung, ein Cembalo, mit einem facettenreichen Programm vorzustellen. Gleich zu Beginn zeigten die beiden Musiklehrer Christoph Hummel und Stefan Kunz den starken Kontrast zwischen Orgel und Cembalo mit einem echoartigen Konzertsatz des Italieners Gaetano Piazza. Nach einer Einführung in die Möglichkeiten des Cembalos und einem reich bebilderten geschichtlichen Abriss erfreute das Vokalensemble mit Musik des 16. Jahrhunderts und einem Arrangement von Bachs Air von Katharina Becker. Jana Schömann und Stefan Kunz spielten anschließend einen Triosatz von Bach für Violine und konzertierendes Cembalo. Mit drei Sätzen aus der "Wassermusik" von Händel zeigte das Blockflötenensemble unter der Leitung von Christoph Hummel engagiert die vielfältigen Möglichkeiten der Instrumente zwischen lyrischem Ton und tänzerischem Gestus. Zum Abschluss des ersten Teils spielten Mascha Sokolova, Sofia Kaydanska und Stefan Kunz mit hörbarer Spielfreude ein sechshändiges Stück des Florentiners Vincenzo Panerai.

Danach nahm das Schulorchester auf der Bühne Platz, um zusammen mit den Solistinnen Mascha Sokolova und Sofia Kaydanska zwei Sätze eines Cembalokonzerts des Mannheimer Johann Stamitz aufzuführen. Lisa-Marie Lösch, Christoph Hummel und Katharina Becker gestalteten zwei Sätze einer Triosonate von Loeillet. Mit sichtlichem Spaß leitete danach das Vokalensemble unter Leitung von Katharina Becker mit "Alles nur geklaut" und dem "Banana Boat Song" in die Neuzeit über.

Den Abschluss bildete das Schulorchester unter der Leitung von Stefan Kunz mit einem "modernen Klassiker", der bei einem solchen Konzert nicht fehlen darf: die Filmmusik zu "Miss Marple" von Ron Goodwin. Peter Hoffmann - kurzfristig eingesprungen - sorgte am Schlagzeug für den rhythmischen Biss.

Mehr von Saarbrücker Zeitung