Geflügelpest scheint gebannt

Die hochansteckende Erreger der Geflügelpest hat sich bislang nicht weiter ausgebreitet. Das hat Sabine Schorr, Sprecherin des Umweltministeriums, auf Anfrage der SZ mitgeteilt. Daher werde nun der bisherige Beobachtungsbezirk aufgehoben. Beobachtet wird laut Schorr nun das Gebiet im Radius von drei Kilometern rund um den Bostalsee, das zuvor als Sperrbezirk deklariert worden sei. "Der Beobachtungsstatus gilt noch bis zum 9. April", sagt die Ministeriumssprecherin. Wird bis dahin kein neuer Fall gemeldet, werde tags darauf auch dieser Status aufgehoben.

"So lange gilt für die Tiere von Geflügelhaltern aber noch eine strikte Stallpflicht", betont Schorr. Auf der nun zum Geflügelpest-Beobachtungsgebiet deklarierten Fläche liegen Bosen, Neunkirchen/Nahe, Gonnesweiler, Eckelhausen sowie Eiweiler nordöstlich des Eifelbachs, Selbach nördlich der Nahe, in Türkismühle die westlichen Anteile, die südlichen Anteile Söterns sowie die nordwestlichen Gebiete Steinberg-Deckenhardts und die südöstlichen Teile Schwarzenbachs und Braunshausens.

Finden Bürger in diesem Gebiet verendete oder erkrankte Wildvögel - insbesondere Enten, Gänse und Schwäne - sollen sie die laut Ministerium der jeweils zuständigen Ortspolizeibehörde melden. Direkter Kontakt zu toten oder kranken Wildvögeln sollte vermieden werden, ebenso der von Haustieren zu diesen.

Im Saarland war am 17. Februar bei einer am Bostalsee verendeten Kanadagans erstmals der gefährliche Geflügelpesterreger H5N8 nachgewiesen worden. Bei diesem Einzelfall ist es bislang geblieben.