Fußball-Bezirksliga: Wolfersweiler-Gimbweiler setzt auf Trainer-Trio

Fußball : Ein Trio führt kommende Runde das „Wolfsrudel“ an

Die SG Wolfersweiler-Gimbweiler setzt kommende Saison auf ein Spielertrainer-Trio: Neben Amtsinhaber Jurij Schewtschenko werden dann auch der ehemalige Oberliga-Spieler Julian Scholler sowie Wladislaw Sontag in der sportlichen Verantwortung stehen.

„Die Wölfe“ – so lautet der Spitzname von Fußball-Bezirksligist SG Wolfersweiler-Gimbweiler. In der kommenden Saison wird das „Wolfsrudel“ angeführt von einem Spielertrainer-Duo auf Punktejagd gehen. „Wir haben uns zu dieser Lösung entschlossen, weil zwei unserer künftigen Trainer berufsbedingt nicht immer da sein können. So können sie sich gegenseitig optimal ergänzen“, sagt SG-Abteilungsleiter Torsten Morsch.

Das Führungstrio der Spielgemeinschaft wird dabei aus Jurij Schewtschenko, Julian Scholler und Wladislaw Sontag bestehen. Der 27-Jährige Schewtschenko arbeitet bereits seit Sommer 2017 gemeinsam mit Dennis Lauer als Spielertrainer-Duo bei Wolfersweiler-Gimbweiler. Da Lauer zum Saisonende ausscheidet, weil er berufsbedingt künftig kürzer treten möchte, ging der Club auf Trainersuche – und wurde dabei zunächst in den eigenen Reihen fündig.

Julian Scholler, der bereits im Herbst 2018 von Saarlandligist SV Mettlach zur SG wechselte, wird kommende Saison Teil des neuen Trainer-Trios. „Ich möchte mit meiner Erfahrung helfen, die sportliche Situation zu verbessern“, berichtet der 30-Jährige. „Ziel soll es sein, eine Aufbruchstimmung im Verein zu erzeugen“, ergänzt der Stürmer.

Da Scholler aber berufsbedingt unter der Woche in der Schweiz lebt und nur montags oder freitags sowie an den Wochenenden in seine saarländische Heimat zurückkehrt, wurde noch ein weiterer Übungsleiter gesucht – und mit Wladislaw Sontag gefunden. Der 25-Jährige wechselt im Sommer vom SC Birkenfeld aus der A-Klasse Birkenfeld (vergleichbar mit der saarländischen Bezirksliga) zu den „Wölfen“.

Scholler ist übrigens ab sofort als Spieler für Wolfersweiler-Gimbweiler spielberechtigt. Bislang konnte der 30-Jährige noch nicht für den Verein auf Torejagd gehen, da die nötige Freigabe vom Verband noch fehlte.

Schollers Buden sollen der SG helfen, in der am 10. März beginnenden zweiten Saisonhälfte noch ein wenig nach oben zu klettern. Denn bisher blieb der Tabellenfünfte der Vorsaison ein wenig hinter den eigenen Erwartungen zurück. Zur Winterpause ist Wolfersweiler-Gimbweiler Tabellen-Zehnter.

„Nachdem wir fast die komplette Mannschaft halten konnten, hatten wir eigentlich eine ähnliche Platzierung wie in der vergangenen Runde angestrebt“, sagt Morsch. „Aber wir hatten viel Verletzungspech und konnten Ausfälle bei unserem kleinen Kader nicht ersetzen.“

Der Kader der Wölfe ist über den Jahreswechsel aber zumindest minimal größer geworden. Denn neben Scholler werden ab sofort auch Moritz Presser und Andreas Schwarzkopf für den Club die Schuhe schnüren. Presser hat sich von der SG Haupersweiler-Reitscheid wieder seinem Heimatclub angeschlossen. Schwarzkopf, der schon mehrere Jahre das Trikot der „Wölfe“ trägt, hatte wegen Knieproblemen eigentlich mit dem Fußballspielen aufgehört, will nun aber wieder die Schuhe schnüren.

Den Neuzugängen steht bei Wolfersweiler-Gimbweiler aber auch ein bitterer Abgang gegenüber. Niklas Schindler, in der Hinrunde mit elf Treffern bester Torschütze, ist ebenso wie sein Bruder Calvin Schindler von der SG zum B-Ligisten ASV Idar-Oberstein gewechselt.

Ihr erstes Spiel nach der Winterpause bestreitet die SG Wolfersweiler-Gimbweiler am 10. März zu Hause gegen den SV Baltersweiler. Der Auftakt-Gegner liegt mit vier Zählern weniger als die SG auf Rang 13 – dem ersten möglichen Abstiegsplatz.

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