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Frühlingssonne bringt Bummellaune

Frühlingssonne bringt Bummellaune

Seit gestern ist wieder Ostermarkt in St. Wendel. Bis kommenden Sonntag werden wieder tausende Besucher in die Stadt strömen und nicht nur Ostereier einkaufen.

Gestern gegen 11 Uhr. Der Ostermarkt ist noch nicht einmal offiziell eröffnet. Und schon sind zwei Busse mit Besuchern vorgefahren. In der Fußgängerzone und rund um die Basilika herrscht reges Treiben. Die Sonne scheint. Das macht Lust auf Ostern. Aber nicht nur das. Die Stände sind bunt geschmückt, aus fast jeder Richtung lachen Osterhasen in verschiedenen Variationen - mal aus Holz, mal aus Stoff, mal aus Schokolade - die Besucher an.

Mitten drin steht Bürgermeister Klaus Bouillon. Kurz und knapp, wie von ihm gewohnt, hält er seine Eröffnungsrede. Er ist sich sicher, dass die Entwicklung des Ostermarktes "positiv weitergehen" wird. In diesem Jahr sind wieder zwei Stände mehr da; insgesamt sind es 84. Neu dabei ist der Stand der "Korb-Welt". Für Mitinhaber Atif Saronjic passt der St. Wendeler Markt gut ins Konzept. Denn von Mai bis Silvester ist er ständig unterwegs. Vorher gebe es kaum Märkte. Dazu Saronjic: "Ich habe etwas im Frühling gesucht." Und im Internet sei er dann auf St. Wendel gestoßen. Kurz, nachdem er seinen Stand geöffnet hat, zeigt er sich schon zufrieden. Viele Kunden schauen sich die Korbwaren an - "und ich habe auch schon was verkauft." Saronjic kommt aus Bosnien, wo auch seine Korbwaren in Handarbeit gefertigt werden. Von so weit her kommen die Gäste des Ostermarktes noch nicht. Aber Besucher aus dem Westerwald oder aus Erfurt sind gekommen.

Bouillon hat, so erzählt er, am Mittwochabend Übernachtungsgäste getroffen: "Die bleiben eine ganze Woche hier." Er rechnet damit, dass in den nächsten Jahren noch mehr Busse kommen werden. "Der Markt bringt immer mehr Gäste in die Stadt", sagt Bouillon und rechtfertigt damit die rund 80 000 Euro, die der Markt - Personalstunden nicht eingerechnet - kostet. Aber Geld allein mache den Markt nicht zu dem, was er heute ist, sagt der Bürgermeister. Es gehörten auch viele Helfer dazu, die ihr Herzblut investieren. Er nennt als Beispiele die Frauen des CDU-Stadtverbandes, die sich Jahr für Jahr um die Osterkrone auf dem Schloßplatz kümmern. Oder Karl Heindl, der mit seinem Hasendorf vor allem die kleinen Besucher verzückt. Diese sind es auch, die vor den kleinen Gehegen stehen und den echten Hasen zukucken. Ein Kinderprogramm mit Musik und anderen Aktionen gibt es auch. Mit Sonni Sonnenschein. "Sing dudeldei, sing dudeldei, der Michel war bekannt", klingt es zu Gitarrenmusik aus den Gassen. Um dann gleich überzugehen in "Ich bin die Pippi Langstrumpf, Pippilotta Viktualia". Zahlreiche Kinder hüpfen und klatschen dazu. Um dann mit "Tinkerbell" zum Malen und Schminken zu gehen.