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Frische Farbe für das große Fest

Frische Farbe für das große Fest

Eiweiler/Kastel. Im jährlichen Turnus sorgen diesmal die Kirchengemeinde Kastel mit Kirchenchor und Pfarrkapelle für die feierliche Gestaltung des Patroziniums. Im Vorjahr waren Pfarrei und die Vereine aus Primstal beim Bergfest aktiv. Die heilige Messe wird im Freien vor der Kapelle zwischen Feldern, Wiesen und Wäldern diesmal von Pastor Hans Leininger zelebriert

Eiweiler/Kastel. Im jährlichen Turnus sorgen diesmal die Kirchengemeinde Kastel mit Kirchenchor und Pfarrkapelle für die feierliche Gestaltung des Patroziniums. Im Vorjahr waren Pfarrei und die Vereine aus Primstal beim Bergfest aktiv. Die heilige Messe wird im Freien vor der Kapelle zwischen Feldern, Wiesen und Wäldern diesmal von Pastor Hans Leininger zelebriert. 2009 hatte sich sein Vorgänger, Pastor Thomas Weber, beim Peterberg-Fest von den Hochwald-Pfarreien verabschiedet. Im Festzelt auf der anderen Straßenseite ist nach der kirchlichen Feier ein gemütliches Beisammensein für die Besucher, die aus fast allen rings um den Berg gelegenen Orten am St. Petrus-Namensfest teilnehmen. Im Vorjahr waren annähernd 300 "Bergsteiger" registriert worden. Der Förderverein "Peterkapelle" aus Eiweiler fungiert auch diesmal als Einlader. Das kleine Gotteshaus steht auf der Gemarkung Eiweiler und wird von dort aus gepflegt. Adelbert Ewen, der seit 17 Jahren Vorsitzender des "Vereins für den Wiederaufbau der Kapelle" ist und mit Ehefrau Agnes auf der Anlage mit viel Sorgfalt stets nach dem Rechten sieht, hat auch diesmal Reparaturen ausgeführt und ausführen lassen. Der westliche Giebel der Kapelle war im Vorjahr durch Witterungseinflüsse arg in Mitleidenschaft gezogen worden und viel Feuchtigkeit in das Mauerwerk eingedrungen. Diese Schäden wurden von einem Fachbetrieb beseitigt. Außen und innen wurde jetzt auf das Gemäuer neue Farbe aufgetragen, so dass die kleine Kirche zum Patronatsfest Nummer 28 weiße Frische ausstrahlt. wb

Hintergrund "Der Neubau wird auf den Fundamenten der alten Wallfahrts- und Marktkapelle errichtet; dadurch wird eine bedeutende kulturhistorische Tradition fortgesetzt", hieß es vor 30 Jahren im Gründungsprotokoll des "Vereins für den Wiederaufbau der Peterkapelle". Eine Kapelle war schon in früheren Jahrhunderten der zentrale Punkt auf dem Peterberg gewesen. "Die Kirch uff dem Berge Phede", heißt es in einer alten Akte des Staatsarchivs Koblenz. Ein Datum führt bis in das Jahr 1539 zurück. Kenner der Heimatgeschichte aber sind der Meinung, dass hier schon viele Jahrzehnte zuvor eine kleine Kirche gestanden habe. Sie sei ursprünglich aus Holz gewesen und später mit Steinmauern verstärkt worden. Zwischen 1578 und 1826 sei das Kapellen-Umfeld ein belebter und beliebter Handelsplatz gewesen, hat ein Chronist festgehalten. wb