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Fibromyalgie-Patienten tauschen in neuem Netzwerk Erfahrungen aus

Fibromyalgie-Patienten tauschen in neuem Netzwerk Erfahrungen aus

Saarbrücken. Chronische Muskelschmerzen, Schlafstörungen und Herzrasen – und das ohne Aussicht auf Heilung.

Patienten, die am sogenannten Fibromyalgiesyndrom (FMS) leiden - zu Deutsch so viel wie Muskel-Faser-Schmerz - müssen lernen, mit ihrer Krankheit zu leben. Im Schnitt sind zwei von hundert Menschen betroffen. Doch nicht jeder Arzt deutet die Symptome richtig und empfiehlt seinem Patienten eine angemessene Behandlung in Form von Krankengymnastik, Sport oder Psychotherapie.

Aus diesem Grund wurde im Saarland jetzt das "Fibromyalgie-Netzwerk" ins Leben gerufen. Das Ziel: Behandler wie Ärzte, Therapeuten und Vertreter von Rehakliniken sollen sich untereinander, mit Patienten und Selbsthilfegruppen austauschen und ihre Zusammenarbeit verbessern. "Es geht uns um Erfahrungsaustausch und auch darum, den Patienten Mut zu machen", formuliert Kornelia Schmitt von der FMS-Selbsthilfegruppe Schwalbach die Ziele des Netzwerks. Dazu zähle auch, dass die verschiedenen Selbsthilfegruppen, die es in der Region gibt, untereinander ins Gespräch kämen. An dem Konzept des Fibromyalgie-Netzwerks hat eine Vorbereitungsgruppe, bestehend aus Mitgliedern von Selbsthilfegruppen, Medizinern und der Kiss-Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe, seit dem Jahr 2013 gearbeitet.

Als erster Schritt zur Vernetzung wurde eine Webseite freigeschaltet, auf der sich Erkrankte über das Fibromyalgiesyndrom informieren und kompetente Ansprechpartner finden können. Auch Mitgliedsanträge können dort heruntergeladen werden. Für die Zukunft plant das Netzwerk, einen Koordinierungskreis einzurichten, der mehrmals im Jahr Aktivitäten plant. Welche das konkret sein werden, steht noch nicht fest. Vorstellbar sind laut den Verantwortlichen etwa Info-Veranstaltungen und Fortbildungsangebote.

fibronetz-saar.de