FDP: Weiskirchen und Wadern sollen eins werden

FDP: Weiskirchen und Wadern sollen eins werden

Die FDP will in Wadern und Weiskirchen in Sachen Gemeindefusion eine Vorreiterrolle übernehmen und fordert den Zusammenschluss der beiden Hochwaldkommunen.

Jörg Müller, kommissarischer Vorsitzender des FDP-Stadtverbands Wadern, und Gerrit Oestreich, FDP-Spitzenkandidat für den Gemeinderat Weiskirchen, sind sich einig, "dass aufgrund des demographischen Wandels bei gleichzeitig steigenden Kosten in vielen öffentlichen Bereichen in Wadern und Weiskirchen in Zukunft eine deutliche Verschlechterung der finanziellen Situation abzusehen ist". Weiter heißt es in der gemeinsamen Presseerklärung, dass Weiskirchens Schulden mit knapp 6400 Einwohnern noch in diesem Jahr auf etwa 30 Millionen Euro anwachsen würden, eine finanzielle Last, die die Kommune laut FDP-Vertreter aus eigener Kraft "wohl kaum jemals wird abtragen können". Im Vergleich dazu stehe Wadern im Moment zwar besser da, doch sei auch hier in absehbarer Zeit mit Abstrichen zu rechnen. So sei nach dem vor einigen Jahren begonnenen Abzug staatlicher Institutionen aus der Stadt die bereits geraume Zeit andauernde Diskussion über die mögliche Schließung des Krankenhauses Wadern mit derzeit nicht prognostizierbarem Ausgang entbrannt, zu der aktuell die geplante, "sicherheitspolitisch äußerst fragwürdige", nächtliche Schließung der Polizeiinspektion Wadern hinzukomme.

Die Liberalen wollen dieser Entwicklung durch "tiefgreifende Maßnahmen" entgegenzuwirken und fordern die "möglichst rasche" Fusion beider Kommunen, weil jetzt die Möglichkeit bestehe, "durch einen freiwilligen Zusammenschluss eine angemessene Honorierung der Maßnahme von Seiten des Landes erwarten zu dürfen". Da in wenigen Jahren ohnehin mit der erzwungenen Fusion von Kommunen zu rechnen sei, sollte man dem zuvorkommen und in freier Übereinkunft den Zusammenschluss regeln und eine Vorreiterrolle übernehmen.

Im Unterschied zu einer Zusammenarbeit zwischen selbständigen Gemeinden ergibt sich laut Müller und Oestreich durch eine Fusion von Wadern und Weiskirchen erhebliches Einsparpotenzial auf personeller und institutioneller Ebene, das wiederum dringend erforderliche finanzielle Spielräume eröffnet. Zudem habe die Fusion der beiden Kommunen die Entstehung eines großräumigen Mittelzentrums mit mehr als 20 000 Einwohnern zur Folge. "Dadurch entsteht ein attraktives Stadtmodell, das durch die Integration der Stärken von Wadern und Weiskirchen in Sachen Wirtschaft, Bildung, Tourismus, Gesundheit und Seniorenversorgung neue Maßstäbe setzt", so die Liberalen.