1. Saarland
  2. St. Wendel
  3. Nohfelden

Erstmals verlassen Abiturienten die Schule

Erstmals verlassen Abiturienten die Schule

Walhausen. Festlich gekleidet saßen die acht Abiturienten bei der Abschlussfeier nebeneinander. Ihre Gesichter drückten Glück und Zufriedenheit aus. Aber auch die Freude, mit dem Erlangen der Hochschulreife gemeinsam mit ihrer Waldorfschule einen wichtigen Schritt gemacht zu haben. Es war nämlich das erste Abitur an dieser Schule

Walhausen. Festlich gekleidet saßen die acht Abiturienten bei der Abschlussfeier nebeneinander. Ihre Gesichter drückten Glück und Zufriedenheit aus. Aber auch die Freude, mit dem Erlangen der Hochschulreife gemeinsam mit ihrer Waldorfschule einen wichtigen Schritt gemacht zu haben. Es war nämlich das erste Abitur an dieser Schule. Alle Kandidaten bestanden mit guten Noten.In den Ansprachen klang immer wieder die Freude darüber durch, dass die Freie Waldorfschule in Walhausen diese Etappe geschafft hat. Zuvor war lange nicht geklärt, ob dort ein Abitur überhaupt möglich ist.

Angelika Sieger von der Geschäftsführung der Schule zeigte sich froh: "Dieses erste Abitur ist eine wichtige Station für unsere Schule. Immer habe ich in sie Vertrauen gehabt, in die Pädagogen, die Schüler und die Eltern." Auch für Elke Welsch vom Elternbeirat war es ein glücklicher Tag: "Diesen Weg ist an der Waldorfschule bisher noch niemand gegangen", sagte sie, zu den Schülern gewandt.

Aufatmen, durchatmen, zurückblicken und dann in die Zukunft schauen, das riet der Pädagoge Matthias Valentin den jungen Menschen, die soeben ihre Prüfung bestanden haben. Das Zitat eines klugen jungen Mannes gelte sicher auch für sie: "Es gibt niemanden, mit dem ich in der Klasse war, von dem ich nichts gelernt habe."

Trotz dieses Erfolges sei allerdings ein reibungsloses Leben nicht zu erwarten, mahnte Valentin. Der Abiturient Philipp Wettmann ließ einige heitere Worte über seine Schule vom Stapel. Treffend schloss der junge Mann: "Was immer wir im Leben anfangen, wir tun es mit dem Werkzeug, das hier geschliffen wurde."

Auch 15 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe zwölf verließen an diesem Morgen erfolgreich ihre Schule. Ihr Sprecher Alexander Moore berichtete über verschiedene Erlebnisse, sprach vom Unterricht im Container und vom Chemieunterricht, der immer eine explosive Stimmung erzeugt habe. Kinder der zweiten Klasse drückten den 23 Absolventen zunächst bunte Blumensträußchen in die Hände, bevor sie ihre Zeugnisse entgegennahmen.

Die Abschlussfeier war in ein anspruchsvolles Programm eingebettet, vor allem im musikalischen Bereich.

Moritz Laininger spielte Klarinette und Maike Miriam Niedermeier Violine. Weitere Schüler stellten sich mit Streich- und Blasinstrumenten vor. Die Pädagogin Ursula Kirchdörfer ließ à la Hildegard Knef rote Rosen vor den Absolventen ausstreuen. Der Chor der Pädagogen trat mit dem Volkslied "Ich weiß nicht, was soll es bedeuten" auf und hatte eine fast echte Loreley und eine im Schlauchboot kenternde Schifferin dabei.

Helmut Gentes begleitete am Klavier mehrere Lieder und profilierte sich selbst auch als einfühlsamer Sänger. Kinder der dritten Klasse trugen Verse aus der Schöpfungsgeschichte in zehn Sprachen vor. Dabei wedelten die Kleinen mit der jeweiligen Länderfahne. Am Ende versammelten sich Musiker und Sänger der Schule auf der Bühne zum Finale.

Auf einen Blick

Die Absolventen: Klasse 13: Mira Hansch, Anna Krug, Philipp Laininger, Miriam Renner, Daphne Seidel, Mareike Wegener und Philipp Wettmann. Klasse 12: Akosua Adu-Sanyah, Marina Biehl, Joshua Bright, Serena Bouillon, Benedict Düppre, Marc Jakobi, Svenja Lorenz, Katharina Michel, Alexander Moore, Maike Miriam Niedermeier, Tim Schneider, Thomas Schömer und Lisa Woll. gtr