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Erneuter Rücktritt in Nohfelden – Beigeordneter hört aus Ärger auf

Erneuter Rücktritt in Nohfelden – Beigeordneter hört aus Ärger auf

Die Gemeinde Nohfelden und ihre Beigeordneten - diese Beziehungen zeugen anscheinend nicht von Durchhaltekraft. Auf den Tag genau vor zwei Jahren, am 13. November 2013, berichtete die SZ vom Rücktritt des damaligen Ersten Beigeordneten Edgar Lorig (SPD ). Jetzt ist es wieder ein Beigeordnete, der sein Amt mit sofortiger Wirkung niederlgelegt hat: Edgar Lorscheider (UBNN).

Das bestätigte der 68-Jährige am Donnerstagmittag auf SZ-Nachfrage. Gleichzeitig wird er auch im Ortsrat von Bosen-Eckelhausen nicht mehr aktiv sein. Sein Gemeinderatsmandat werde er weiterhin wahrnehmen.

Als Grund für den Rückzug gab Lorscheider Differenzen zwischen Gemeinde und Ortsrat auf der einen Seite und dem Obst- und Gartenbauverein Bosen-Eckelhausen auf der anderen Seite an. Lorscheider ist stellvertretender Vorsitzender des Vereins. Konkret gehe es um ein Grundstück, das die Gemeinde an eine Privatperson verkauft habe. Der Ortsrat habe dem mit SPD-Mehrheit ebenfalls zugestimmt. Durch den Verkauf verringere sich der Weg zum Lager des Vereins von fünf auf drei Meter. "Mit einem großen Lkw kommen wir da jetzt nicht mehr durch", sagt Lorscheider. Er habe sich gewünscht, dass das Grundstück nicht komplett verkauft worden wäre.

Nach Angaben von Bürgermeister Andreas Veit (CDU ) habe die Verwaltung nochmals den Ortsrat gehört, nachdem es Einwände seitens des Vereins gegeben habe. Da der Ortsrat zugestimmt habe, sei der Beschluss gefasst worden, das Grundstück wie geplant zu verkaufen.

Allerdings, darauf weist Veit hin, werde das Thema noch einmal im Bauausschuss behandelt. Die endgültige Entscheidung stünde also noch aus. Lorscheiders Entscheidung steht. Daher wird in der nächsten Gemeinderatssitzung am Donnerstag, 10. Dezember, ein neuer Beigeordneter gewählt. In geheimer Wahl. "Diese Wahl dürfte spannend werden", sagt Veit. "Es wird auf eine Stimme ankommen." Die CDU hat 16 Sitze, die SPD 14, die UBNN zwei und die Linkspartei einen.