Eiweiler erinnert an Kirchenbau

Eiweiler. "Wenn wir im Glauben, in Ehrfurcht, Opferbereitschaft und brüderlicher Liebe zusammenstehen, werden wir Gott eine würdige Stätte bauen können." Pater Nottebaum vom St. Wendeler Missionshaus, der seinerzeit Seelsorger in Eiweiler war, sprach diese denkwürdigen Worte, als am Sonntag, 3. August 1958, der Grundstein für die neue Eiweiler Kirche gelegt wurde

Grundsteinlegung am 3. August 1958.

Eiweiler. "Wenn wir im Glauben, in Ehrfurcht, Opferbereitschaft und brüderlicher Liebe zusammenstehen, werden wir Gott eine würdige Stätte bauen können." Pater Nottebaum vom St. Wendeler Missionshaus, der seinerzeit Seelsorger in Eiweiler war, sprach diese denkwürdigen Worte, als am Sonntag, 3. August 1958, der Grundstein für die neue Eiweiler Kirche gelegt wurde. Zu diesem Zeitpunkt war der Bau des Gotteshauses schon ein gutes Stück vorangekommen. "Der Sinn dieses Festtages", so führte der Geistliche weiter aus, "liegt darin, daß wir Gott, dem Herrn, hier, in der Mitte des Dorfes, ja, mitten auf der Straße, einen Raum schaffen wollen, in dem er künftig wohnen soll." Die Aussage "Mitten auf der Straße" war damals wörtlich gemeint, denn der Treppenaufgang zur Kirche lag inmitten der noch nicht ausgebauten Hauptstraße, so dass die Autos drum herum fahren mussten.Zweihundert Jahre lang feierten die Eiweiler Katholiken die heilige Messe werktags in einer 1764 gebauten Kapelle, deren Chorraum im Jahre 1860 in ein neues kleines Gotteshaus übernommen wurde. Die Kirche bekam das Patronat der Vierzehn Nothelfer. Für die Sonntagsgottesdienste mussten die Christen aber weiterhin nach Mettnich (heute Primstal) und nach der Umpfarrung nach Neunkirchen/Nahe gehen. Erst ab dem Jahre 1904 konnte die Sonntagsmesse regelmäßig in Eiweiler gefeiert werden. 1941 wurde an die bestehende kleine Kirche eine Sakristei angebaut. Als die Zahl der Gläubigen nach dem Zweiten Weltkrieg stark anstieg, war die bald 100 Jahre alte Kapelle zu klein geworden. 1956 wurde der Beschluss gefasst, eine neue, größere Kirche zu bauen und sie der heiligen Barbara zu weihen. Das geschah im Hinblick auf die vielen Bergleute, die im Dorf wohnten. Im September des folgenden Jahres begannen die Arbeiten am Kirchbau. Am 6. Januar 1958, dem Dreikönigstag, feierten die Gläubigen in ihrer alten Kapelle den letzten Gottesdienst. Im Saal des Gasthauses Didas wurde anschließend eine Notkirche eingerichtet. In den Bau der neuen Kirche, deren Grundstein am 3. August 1958 gelegt wurde, ist die frühere Nothelferkapelle mit einbezogen worden. Im April 1959 konnte die neue Filialkirche eingeweiht werden. Die Eiweiler Christen feiern zur Erinnerung an die Grundsteinlegung am Freitag, 15. August (Mariä Himmelfahrt) ein kleines Fest. Um 14.30 Uhr hält Pastor Stefan End eine Andacht, in der der Kirchenchor, der Kinderchor und der Männergesangverein "Heiterkeit" mitwirken. Nach dem Gottesdienst geht eine Prozession zur Mariengrotte. Auf dem Vorplatz treffen sich die Gläubigen anschließend zum gemütlichen Beisammensein. Während in der Kirche Bilder vom Bau des Gotteshauses gezeigt werden, hält Viktor Heck im Jugendraum im Stundentakt kurze Diavorträge zur Grundsteinlegung. gtr