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Einkaufstour soll kein Hindernisparcours mehr sein

Einkaufstour soll kein Hindernisparcours mehr sein

Wellesweiler. Menschen mit Behinderung wollen barrierefrei einkaufen können. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, ist im Bundesbehindertengleichstellungsgesetz eine Zielvereinbarung festgeschrieben - getroffen zwischen der Landesvereinigung Selbsthilfe und Handelsunternehmen, Sparkassen, Jugendherbergen, Hotels und Flughäfen

Wellesweiler. Menschen mit Behinderung wollen barrierefrei einkaufen können. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, ist im Bundesbehindertengleichstellungsgesetz eine Zielvereinbarung festgeschrieben - getroffen zwischen der Landesvereinigung Selbsthilfe und Handelsunternehmen, Sparkassen, Jugendherbergen, Hotels und Flughäfen.Gestern Morgen stellte sich das E-Center in Wellesweiler in die Reihe der Märkte, die sich in den kommenden fünf Jahren an diese Vereinbarung halten wollen. Die Urkunde wurde vor Ort in Anwesenheit zahlreicher Persönlichkeiten aus dem Umfeld der Landesvereinigung Selbsthilfe und ihren Mitgliedsverbänden, Sozialverband Deutschland und VdK, der Politik und des Marktbereiches Edeka unterzeichnet.

Die das Projekt fördernde Staatssekretärin Gaby Schäfer und die Vorsitzende der Landesvereinigung Selbsthilfe, Angela Staub, beteuerten, dass sich immer mehr Branchen und Unternehmen in Deutschland an diese Vereinbarungen hielten. Laut Pressereferentin Dorothee Morguet-Kries sind derzeit über 40 Einrichtungen im Register für Zielvereinbarungen und Mobilitätsprogramme eingetragen.

Stefan Schunk, Marktleiter in Wellesweiler, versicherte, die Mitarbeiter stünden voll und ganz hinter der Aktion. Sie werden, wie Beigeordneter Sören Meng unterstrich, auch von der Stadt Neunkirchen unterstützt. In Monika Jost hat die Stadt eine eigene Beauftragte für die Belange der Menschen mit Behinderung. Im Sozialministerium vertritt der kommissarische Referatsleiter Michael Schley neben Gaby Schäfer die Interessen der Menschen mit Handicap.

In der Vereinbarung verpflichten sich die Einrichtungen, gut gekennzeichnete Behindertenparkplätze, Toiletten, Rollatoren und rollstuhlgerechte Einkaufswagen vorzuhalten. Ferner werden Gemüsewaagen in Augenhöhe für Rollstuhlfahrer und kleinwüchsige Menschen abgesenkt. Das Personal hilft beim Einpacken an der Kasse. Bei der Ausschilderung von Warenangeboten wird durch Großschrift auch an sehbehinderten Menschen gedacht. Gehörlose und Schwerhörige können über Fax und E-Mail Informationen anfordern. gm