Eine Wohltat für die Füße

Der Zahn der Zeit hatte tüchtig am Kneipp-Becken im Pfänderbachtal genagt. Nun hat der Rotary-Club Homburg-Zweibrücken das 40 Jahre alte Becken in Stand gesetzt und der Stadt Homburg offiziell übergeben.

Ganz fertig sei es zwar noch nicht, trotzdem könne man sich schon jetzt vorstellen, dass das restaurierte Kneipp-Becken im Einöder Pfänderbachtal wieder ein echtes Schmuckstück sei. Mit dieser Botschaft übergab der Rotary-Club Homburg-Zweibrücken am vergangenen Sonntag die nun sanierte Anlage ganz offiziell an die Stadt.

Vor 40 Jahren, so Rupert Lebmeier, sei die ursprünglich Anlage errichtet worden. "Der Zahn der Zeit hat allerdings arg an ihr genagt. Deshalb hat sich der Rotary-Club Homburg-Zweibrücken im Präsidentschaftsjahr 2013/2014 mit einem so genannten 'Hands-on-Projekt' zum Ziel gesetzt, dieser Anlage zu neuem Glanz zu verhelfen."

Das gesamte Projekt sei dabei ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen dem Club als ehrenamtlichen Restaurator und der Stadt als Eigentümerin der Kneipp-Anlage, war sich Lebmeier sicher. Dabei sei besonderes bemerkenswert, dass es gerade mal vier Monate zwischen Idee und Verwirklichung gedauert habe, um das Projekt umzusetzen.

"Ich bedanke mich deswegen ausdrücklich bei Manfred Schmidt und Volker Willig von der Grünflächenabteilung der Stadtverwaltung Homburg." Auch die Einöder mit Ortsvorsteher Karl Schuberth an der Spitze schloss Rupert Lebmeier in diesen Dank mit ein.

Der Rotary-Präsident äußerte aber auch Kritik in Richtung übergeordneter Verwaltungsinstanzen. "Was ich bei dem ganzen Projekt nicht bedachte war, dass es noch eine andere Behörde in Saarbrücken gab, die ein erhebliches Wort mitzureden hatte. Und man darf ruhig sagen: Die hat es sich nicht leicht gemacht."

Der Hintergrund von Lebmeiers Worten vor zahlreichen Gästen: Das Biosphären-Reservat Bliesgau. In einer der Kernzonen der Biosphäre liegt die Kneippanlage. Und eben diese Kernzonen sind eigentlich in ihrer Nutzung durch den Menschen stark eingeschränkt. Aber, so Lebmeier: "Auch der Mensch sollte einbezogen werden in den Biosphären-Gedanken. Und ich glaube, dies ist hier gut gelungen."

Davon zeigte sich auch Homburgs Oberbürgermeister Karlheinz Schöner überzeugt. Nachdem ihm Lebmeier mit einem kneippschen Knieguss den Wert der Anlage demonstriert hatte, dankte er dem Rotary-Club Homburg-Zweibrücken nachdrücklich für dessen Engagement und die Sanierung des Kneipp-Beckens im Pfänderbachtal. "Wir sind natürlich sehr froh, wenn sich Vereine wie der Rotary-Club Homburg-Zweibrücken in unserer Stadt engagieren. Das ist ein großer Einsatz für unsere Bürger." In Zahlen fasste der Rotary-Club diesen Einsatz mit einer Summe von 11 000 Euro zusammen, weitere 3 000 habe die Stadt beigesteuert, wie Manfred Schmidt von der Grünflächenabteilung am Sonntag schilderte

Einöds Ortsvorsteher Karl Schuberth würdigte vor allem die große Geschwindigkeit, mit der die Rotarier das Projekt vorangetrieben hätten - weitaus schneller, als gemeinhin in kommunalen Strukturen üblich. "Rupert Lebmeier war extrem engagiert und hat die nötige Durchsetzungskraft gezeigt."

Was an der alten Kneipp-Anlage in den zurückliegenden Wochen geschehen sei, sei somit "ein kleines Wunder. Ich glaube, wir können stolz sein auf diese Anlage. Und ich habe eines gelernt: Mit dem nötigen Druck geht es auch in der Kommunalpolitik etwas schneller."