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Eine Woche lang Akrobatik und Zauberei

Eine Woche lang Akrobatik und Zauberei

Türkismühle. Eine Woche gastierte der Leverkusener Schulzirkus Zapp-Zarap an der Gesamtschule Nohfelden-Türkismühle. Der Zirkus bot den 260 Fünft- bis Siebtklässlern mit seiner "Circuspädagogik" die einmalige Möglichkeit, Neues zu erfahren, die eigenen Grenzen zu erleben und einige zu überwinden

Türkismühle. Eine Woche gastierte der Leverkusener Schulzirkus Zapp-Zarap an der Gesamtschule Nohfelden-Türkismühle. Der Zirkus bot den 260 Fünft- bis Siebtklässlern mit seiner "Circuspädagogik" die einmalige Möglichkeit, Neues zu erfahren, die eigenen Grenzen zu erleben und einige zu überwinden. "Es ist erstaunlich, wie schnell Kinder lernen", meinte Maren Cremer vom Zirkus Zapp-Zarap.Im Vordergrund stehe natürlich der Spaß. "Bei den Kindern und Jugendlichen sollen aber zudem die motorischen, sensiblen, psychischen, sozialen sowie kognitiven Fähigkeiten gefordert und gefördert werden", erklärte die Heilpädagogin das ganzheitliche Konzept des Projekts. Unter der Anleitung der Pädagogen und Artisten trainierten die Schüler in Gruppen eine Woche lang für ihren großen Auftritt im eigens dafür aufgebauten Zirkuszelt. Während einige der Schüler ihre Darbietungen einübten, waren andere mit Alternativprogramm, wie dem Erstellen einer Zirkus-Zeitung im Unterricht beschäftigt. "Alle Schüler waren mit großer Motivation bei der Sache und haben mit Fleiß ihre vorhandenen Ressourcen erweitert", erzählte Cremer. Marvin Wagner aus der Klasse 7c hatte sich entschieden, in der Vorstellung als Clown aufzutreten. "Es war eine richtig schöne Woche", schwärmte er.

Seinem Publikum hat der Nachwuchs bei drei ausverkauften Vorstellungen mit über 1000 Besuchern so einiges geboten. "Vor den vielen Leuten hatte ich am Anfang schon etwas Angst, aber dann es ging gut", berichtete "Clown" Marco Thomas (7c). Die Zaubertricks mit dem Verschwinden der Tücher von Christian Henkes und Tim Schneider (beide 7a) verblüfften die Zuschauer. "Der Trick wird nicht verraten, dafür haben wir unser Zauberer-Ehrenwort gegeben", waren sich beide einig. Die Fakire Kim-Leon Moosmann, Emil Hahnefeld und Paul Nolde (alle 5a), legten sich oder marschierten barfuß über Haufen von Glasscherben. Es traten Feuerschlucker auf, Jongleure demonstrierten die Fertigkeit, mehrere Gegenstände wiederholt in die Luft zu werfen und sie wieder aufzufangen. Akrobatisch turnte die Volti-Gruppe auf einem Holzpferd. Fast unter der Zirkuskuppel hatten die Trapezkünstler ihren Auftritt.

Im sozialen Bereich viel gelernt

Denn "Kannst Du nicht war gestern" hieß ja das Motto der Projektwoche. "Was die Kinder im sozialen und formalen Bereich dabei gelernt haben, ist enorm", bewertete 7b-Klassenlehrer René Bier den Lerneffekt. Auch für die Gesamtschule war die Zirkuswoche ein großer Erfolg. "Alle drei Vorstellungen waren mit jeweils 350 Besuchern ausverkauft", verkündete die begeisterte Schulleiterin Monika Greschuchna. Sie war mächtig stolz auf die Schüler, die innerhalb einer Woche die Zirkusvorstellungen auf die Beine gestellt hatten, die das Publikum am Ende mit stürmischem Applaus quittierte.