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Eine Schlange ist DauergastEin Teich mit Wasserlauf Bald heißt es "Schiff ahoi" auf dem Gartenteich der Großeltern

Eine Schlange ist DauergastEin Teich mit Wasserlauf Bald heißt es "Schiff ahoi" auf dem Gartenteich der Großeltern

Wiebelskirchen. Als Lisa vor 15 Jahren zum ersten Mal den Gartenteich der Familie Pfeiffer durchkreuzte, war die Aufregung zunächst sehr groß. Mittlerweile gehört sie schon zum gewohnten Bild und darf unbekümmert den Garten nutzen. Zur Erklärung muss gesagt werden, dass Lisa eine Ringelnatter ist, die sich bei den Pfeiffers offenbar sehr wohl fühlt

Wiebelskirchen. Als Lisa vor 15 Jahren zum ersten Mal den Gartenteich der Familie Pfeiffer durchkreuzte, war die Aufregung zunächst sehr groß. Mittlerweile gehört sie schon zum gewohnten Bild und darf unbekümmert den Garten nutzen. Zur Erklärung muss gesagt werden, dass Lisa eine Ringelnatter ist, die sich bei den Pfeiffers offenbar sehr wohl fühlt. "Lisa haben wir sie damals genannt, weil das den Kinder die Angst nahm. Fortan war nicht mehr die Schlange im Garten, sondern Lisa. Wir gehen zwar nicht davon aus, dass es noch immer die gleiche Ringelnatter ist, aber bei uns heißen sie einfach alle so", erklärt Reiner Pfeiffer. Dass sich Lisa neben Fröschen, Igeln, Kröten, Wildenten, Zierkarpfen, Orfen und Molchen in dem Naturgarten so wohl fühlt, ist kaum verwunderlich, denn Reiner Pfeiffer hat dort auf unterschiedlichen Ebenen gleich zwei große Teiche angelegt. Einer davon wird hauptsächlich von der Familie als Schwimmteich genutzt. Die längste Entfernung von einem Ufer zum anderen beträgt immerhin 20 Meter, so dass Badespaß in dem kristallklaren Wasser garantiert ist. "Es ist sehr erfrischend, sich bei heißem Wetter hier abzukühlen. In einem Naturgewässer zu schwimmen ist ja auch viel angenehmer als in Chlorwasser." Schon als Jugendlicher hat Reiner Pfeiffer die Gartenarbeit als Hobby für sich entdeckt und bereits damals im Garten seines Elternhauses Fichten gepflanzt, die noch heute für viele schattige Plätze in der naturbelassenen Anlage sorgen. "Natürlich muss man hin und wieder etwas zurückschneiden, aber meine Philosophie ist es, dass hier alles wachsen darf. Die Vögel und Enten bringen auch viele Pflanzen mit. Das Schöne an der Arbeit im Garten ist ja, dass man nie fertig wird. Sobald ein Projekt abgeschlossen ist, hat man schon die nächste Idee", so Pfeiffer. Ein Garten ohne Wasser sei für ihn kein Garten, fügt er hinzu und betont die beruhigende Wirkung. Beim Gang durch die beeindruckende Grünanlage mit ihren zahlreichen Bachläufen, kleinen Brücken und unterschiedlich gestalteten Nischen, fällt es in der Tat leicht, vom Alltag abzuschalten. Anregungen holt sich der Hobby-Gärtner häufig aus der Literatur und lässt gerne Elemente aus Japan einfließen. "Dort heißt es zum Beispiel, dass in Gärten mit ungeraden Wegen nur gute Geister leben. Deshalb verlaufen unsere Wege auch sehr kurvenreich", wie Reiner Pfeiffer erklärt. Wiebelskirchen. Einen Natur-Gartenteich ohne Folie mit Fröschen und Froschgequake, Seerosen, vier Wasserschildkröten, Goldfischen, Koikarpfen, Karpfen, Mooderlieschen, Rotaugen, Stichlingen und vielen Fischen mehr, einen selbst gemauerten Wasserlauf mit Steinen aus einem alten Bauernhaus (etwa 200 Jahre alt), Libellen und noch mehr, hat Nicole Müller, wie sie der SZ geschrieben hat. Der Teich hat eine Größe von zwölf mal zehn Meter und ist schon seit 30 Jahren auf dem Grundstück der Familie. Er wird von einer Qualle gespeist. Den Wasserlauf hat Nicole Müller selbst gebaut. Und auch sonst gibt es viel zu entdecken, nicht nur im, sondern auch am Teich. Da sonnen sich zwei unechte Schildkröten gemeinsam mit einer echten, da sind selbst getöpferte Köpfe zu sehen. "Ein wunderschöner Platz zum Entspannen von Stress und Hektik", so schreibt Nicole Müller. Der Teich ist ein Gemeinschaftsprojekt der Familien Guillaume und Müller. Denn Familie Müller wohnt mit den Eltern von Nicole Müller zusammen in einem Haus. Die beiden Familien bewirtschaften den 3500 Quadratmeter großen Garten, der dazu gehört, gemeinsam und pflegen auch den Teich zusammen. red Heinitz. Wenn im Frühjahr die Temperaturen klettern und der Sommer vor der Tür steht, steigt bei Benjamin (9) und Lucy (5) die Vorfreude auf ihre kommenden Abenteuer auf "hoher See". Dann heißt es für die beiden nämlich "Schiff ahoi" auf dem Gartenteich der Großeltern. Ihr Opa, Siegfried Berwian, holt das Schlauchboot aus dem Schuppen, flickt die Löcher, die schon mal auf das Konto einer Maus gehen, die Geschmack an Gummi gefunden hat, und pumpt es auf, damit die Enkel in See stechen können. Auf gut 110 Quadratmetern darf nach Lust und Laune gepaddelt und geplantscht werden, so lange eine Auflage erfüllt wird: Vorsicht bei Seerosen. "Wir sagen den Kindern zwar immer wieder, dass sie dort mit den Paddeln aufpassen sollen, aber beim Spielen passiert es schon mal, dass ein unbedachtes Manöver das Ende einer Seerose bedeutet, aber was soll's", erzählt Berwian. Vor acht Jahren hat er den kleinen See angelegt, der ursprünglich als naturbelassener Schwimmteich gedacht war. Anfangs wurde auch noch darin gebadet, aber als der begeisterte Angelsportler mit Karpfen und Rotaugen nach Hause kam, wurde aus dem Schwimm- schnell ein Fischteich. Sogar ein Hecht zieht mittlerweile seine Runden im Berwianschen Gewässer. "Als ich ihn reingesetzt habe, war er schon etwa 35 Zentimeter groß und ist seitdem ein gutes Stück gewachsen. Die Fische machen zwar niemandem etwas, aber vor allem die Karpfen mit ihren großen Mäulern jagen den Kindern natürlich Angst ein", sagt der Hobby-Gärtner, der noch zwei weitere Teiche in seinem Garten hat. Irgendwann sollen alle drei durch Bachläufe miteinander verbunden werden. Die Fische werden in naher Zukunft aus dem Teich ausquartiert, denn schon im Sommer wollen Benjamin und Lucy wieder darin baden. pra

 Siegfried Berwian vor seinem Teich in Heinitz.
Siegfried Berwian vor seinem Teich in Heinitz.
 Der Natur-Gartenteich der Familien Guillaume und Müller.
Der Natur-Gartenteich der Familien Guillaume und Müller.
 Im Teich der Familien Guillaume und Müller gibt es ein buntes Miteinander von verschiedenen Pflanzen und Tieren. Hier schwimmen ein Frosch und ein Goldfisch. Foto: SZ/Müller
Im Teich der Familien Guillaume und Müller gibt es ein buntes Miteinander von verschiedenen Pflanzen und Tieren. Hier schwimmen ein Frosch und ein Goldfisch. Foto: SZ/Müller

Auf einen BlickGefunden haben wir auch schon den nächsten Kreisrekord-Halter. Gleich zwei Menschen im Kreis Neunkirchen besitzen den ältesten Traktor. Beide stammen aus dem Jahr 1950. In eine ganz andere Richtung gehen wir mit unserer nächsten Kreisrekord-Suche. Wir suchen das Ehepaar im Kreis, das am längsten miteinander verheiratet ist. Bis Montag, 9. August, kann man sich dazu melden. Parallel dazu läuft auch - und zwar bis 6. September - die Suche nach der schwersten Tomate, der längsten Gurke und der höchsten Sonnenblume im Kreis. Teilnahme unter E-Mail rednk@sz-sb.de; Saarbrücker Zeitung, Redaktion, Bahnhofstraße 50, 66538 Neunkirchen; Fax: (0 68 21) 9 04 64 59; Telefon (0 68 21) 9 04 64 50. ji