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Eine berühmte Harfe und ihre Geschichte

Eine berühmte Harfe und ihre Geschichte

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Treffpunkt Heimat“ des Vereins für Heimatkunde Wadern hält die Musikwissenschaftlerin Dagmar Droysen-Reber am Donnerstag, 12. Juni, im Oettinger Schlösschen in Wadern einen Vortrag über die Harfe der Octavie de Lasalle von Louisenthal. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr.

Über die "Malergräfin" Octavie de Lasalle von Louisenthal wurde bereits einiges geschrieben und viel gesprochen. Insgesamt drei Ausstellungen in Wadern und Merzig beleuchteten seit 2005 das Leben dieser außergewöhnlichen Frau. Nun steht die von Octavie geliebte und gespielte Harfe im Mittelpunkt eines Vortrages im Oettinger Schlösschen. Das Musikinstrument ist Thema für die Musikwissenschaftlerin Dagmar Droysen-Reber am Donnerstag, 12. Juni, ab 19 Uhr im Oettinger Schlösschen. Darin befindet sich das im Oktober 2013 wieder eröffnete Stadtmuseum. Mit dem neu gestalteten Museum hat die Stadt Wadern neue Akzente gesetzt und damit der Harfe von Octavie de Lasalle von Louisenthal eine dem Instrument gemäße Stellung gegeben.

In dem Vortrag von Droysen-Reber erhält der Zuhörer einen kurzen Überblick über die musikalischen Neigungen der vielseitig begabten Octavie und erfährt Interessantes zu Bau und Klangeigenschaften dieser Harfe, einem frühen Meisterwerk des in Paris wirkenden Saiteninstrumentenmachers (Luthiers) Georges Cousineau (1733 bis 1800).

Der erfindungsreiche Meister erhält in Kurzform seine Würdigung. Ferner wird über die Wertschätzung der Harfe vor allem im Paris von Mitte des 18. Jahrhunderts an bis in die Nachrevolutionszeit in Frankreich gesprochen und damit auf die Entwicklung der Harfe mit zum Teil farbigen Bildern, technischen Zeichnungen und notwendigen Ergänzungen zum Verständnis einer Harfe eingegangen.

Ein Klangbeispiel von der Harfe der Octavie beschließt den Vortrag der Autorin.

Die Musikwissenschaftlerin Dr. Dagmar Droysen-Reber übte verschiedene Ehrenämter in internationalen musikwissenschaftlichen Vereinigungen aus und war im Staatlichen Institut für Musikforschung Berlin zunächst bis 1984 Leiterin der Abteilung Akustik. 1989 wurde sie zur Direktorin des Musikinstrumentenmuseums berufen und war von 1989 bis 1992 kommissarische Leiterin sowie bis 1994 Direktorin des Staatlichen Instituts für Musikforschung.