Ein Raum für die Kreativität

Mehr als 70 Künstler, ein Raum voller Spielarten kreativer Ausdrucksformen – die 14. Auflage von „Kunst in der Mensa“ am Homburger Universitätsklinikum hat es in sich. Einmal mehr präsentieren hier Mitarbeiter und Studierende ihre Werke.

Bis zum 6. Februar präsentieren sich das Homburger Universitätsklinikum (UKS) und die Medizinische Fakultät als Quelle schier unerschöpflicher Kunstverliebtheit. Ärzte, pflegerisches Personal, Studenten, Mitarbeiter der Verwaltung und viele andere zeigen, was sie an Künstlerischem abseits des beruflichen oder studentischen Alltags zu leisten in der Lage sind. Und das ist viel.

Doch dieser in jedem Jahr beeindruckende Querschnitt durch die künstlerische Seele des UKS und des Campus wäre nicht möglich ohne einen, der die Fäden im Hintergrund in der Hand hält. Der zusammen mit seinem Team seit der zweiten "Kunst in der Mensa" dafür sorgt, dass die kreative Quelle nicht versiegt: Kurt Becker, im medizinischen Leben Leiter des Anatomischen Instituts. Seit dem Jahr 2002 ist Becker für die Gruppenausstellung verantwortlich, "zwei Jahre zuvor hatten acht Studenten bei der ersten 'Kunst in der Mensa' hier 20 Bilder ausgestellt. Das war schon bei der Premiere ein großer Erfolg." Im Jahr darauf sei er von den Studenten gebeten worden, die Veranstaltungsreihe im Hintergrund zu betreuen. "Weil ich eine Art von Kontinuum hier bin", erklärt Becker mit einem deutlichen Augenzwinkern mit Blick auf seine lange Dienstzeit in Homburg. Becker, der selbst auch fotografiert und folgerichtig auch selbst zu den Ausstellenden zählt, erinnert sich am Donnerstagabend an die zweite "Kunst in der Mensa" im Jahr 2002, die, für die er zum ersten Mal verantwortlich zeichnete. "Damals waren wir nur im ersten Stockwerk des Gebäudes, es waren rund 30 Kunstschaffende, die ausstellten. Der Zulauf war extrem. Das war für mich die Bestätigung, dass so eine Veranstaltung hier stattfinden muss."

Von dann an habe sich die KidM, so das Insider-Kürzel, weiterentwickelt. Und das, so Becker, ohne die Gäste zu ermüden. "Es ist in jedem Jahr etwas Neues mit dabei." Zudem folge die Gruppenausstellung dem ehernen Grundsatz: Jeder der will, der darf auch. Für Becker ein Erfolgsrezept. Zu den Zutaten, die sich im Laufe der Jahre als immer präsenter erwiesen, gehöre dabei vor allem die Fotografie. Der Zuwachs sei "unglaublich", so Becker. Von diesem Trend kündet auch das Engagement von Carsten Schröder. Der ist, wenn er nicht gerade gekonnt mit einer Kamera hantiert, Techniker in der Toxikologie.

Seine Bilderserie über ein aufgegebenes Kino ist ein echter Hingucker - einer von vielen, die die 14. Ausstellung wieder zu einem echten Erlebnis machen.

Zum Thema:

Auf einen Blick Bis zum 6. Februar zeigt die 14. Gruppenausstellung "Kunst in der Mensa" im Gebäude 74 auf dem Gelände des Homburger Universitätskliniums wieder einen Querschnitt durch die unterschiedlichsten künstlerischen Aktivitäten von Beschäftigten des Universitätsklinikums, der medizinischen Fakultät und der Studentenschaft. thw