Ein Namens-Stempel erinnert Schüler an die Gutenberg-Ära

Ein Namens-Stempel erinnert Schüler an die Gutenberg-Ära

Türkismühle. Generationsübergreifend ist der Ausflug in die Berufswelt gleich im doppelten Sinne: Drucken früher und heute führt die kleinen Großen sowohl durch die moderne Druckerei als auch in das hauseigene Druckmuseum in Ottweiler

Türkismühle. Generationsübergreifend ist der Ausflug in die Berufswelt gleich im doppelten Sinne: Drucken früher und heute führt die kleinen Großen sowohl durch die moderne Druckerei als auch in das hauseigene Druckmuseum in Ottweiler. Während die moderne Drucktechnik von Mitarbeitern der OD erklärt wird, übernimmt die Generation der berenteten OD-Mitarbeiter die persönliche Vermittlung der alten Druckerwelt. Das Projekt ist beispielhaft für das unternehmerische Engagement und die Zusammenarbeit in der Pilotregion Saarland, die Teil der Initiative der Bertelsmann Stiftung "Unternehmen für die Region" ist. Petra Krenn-Paul, Geschäftsführerin der OD und Martina Bost, stellvertretende Schulleiterin der Gesamtschule Türkismühle, haben sich über die Initiative "Unternehmen für die Region" kennengelernt. Das Motto der Pilotregion Saarland ist "Jugend, Technik und Beruf", und in diesem Sinne haben die beiden engagierten Frauen ihr Projekt aufgesetzt. Drei Tage lang haben Schüler der fünften Klasse der Gesamtschule Türkismühle die Ottweiler Druckerei OD - Druck. Logistik. Datenservice. besucht. Im hauseigenen Museum konnten die Kinder die Geschichte der Druckkunst erforschen und in den Hallen der modernen Druckerei- und Logistik-Firma Einblicke in heutige Drucktechniken erhalten. Passend zum Motto Drucken früher und heute sind es ehemalige Mitarbeiter, die mit Begeisterung den Schülern die alten Maschinen und Techniken erklären und aus ihrem Erfahrungsschatz berichten. Die Führung durch die Gegenwart des Print- und Logistik-Unternehmens wird von OD-Mitarbeitern betreut, die gerne Fragen beantworteten. Die Schüler durften auch selbst an den Maschinen Karten der Stadt Ottweiler drucken. Als Andenken an die Gutenberg-Ära bekamen sie im Museum einen Stempel mit ihrem Namen. 150 Kinder besuchten die Druckerei in den vergangenen drei Tagen. Mit der aktuellen Führung geht das Projekt zu Ende - allerdings nur für dieses Mal, denn die erfolgreiche Zusammenarbeit soll definitiv fortgeführt werden. "Gerade vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung ist es wichtig, sich um Fachkräftenachwuchs zu kümmern", findet Petra Krenn-Paul. "Damit können wir gar nicht früh genug anfangen.""Die Kinder waren total begeistert", sagte die stellvertretende Schulleiterin Martina Bost. Sie hatten dreckige Maschinen und Lärm erwartet und waren ganz beeindruckt von den modernen High-Tech Anlagen. "Da arbeiten ja auch Mädels", war ein überraschter Kommentar aus den Reihen der Kinder. "Es ist gut, dass schon die jungen Schüler sehen, was es alles für Berufsmöglichkeiten gibt, und dass diese Jungen und Mädchen gleichermaßen offen stehen." red