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Ein Aushängeschild für Nunkirchen

Ein Aushängeschild für Nunkirchen

Der Sparkassen-Container am Wasgau-Markt in Nunkirchen ist nun Vergangenheit. Die neue Geschäftsstelle der Sparkasse Merzig-Wadern im Hochwaldort wurde am Sonntag mit einem Tag der offenen Tür eingeweiht.

"Schön, dass Sie da sind", begrüßte Frank Jakobs, Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Merzig-Wadern, zahlreiche Gäste aus der Politik und Wirtschaft zur Einweihung ihrer neuen Geschäftsstelle in Nunkirchen. Damit gehört auch die Container-Zeit am Wasgau-Markt der Vergangenheit an. Der Neubau am alten Platz war notwendig geworden, weil das 1983 renovierte Gebäude am Kreisel nicht mehr den Anforderungen an eine moderne Bankfiliale entsprach. "Die Sparkasse ist der größte Partner der Kommunen, der Unternehmer und der Privatkunden im Grünen Kreis. Von daher ist es unser Anspruch, dass bis in die Orte hinein die Menschen Ansprechpartner finden", begründete Jakobs den Neubau, zumal damit der Bezug zur Gründungsgeschichte der Sparkassen vor rund 200 Jahren genommen wird. Die historische Gründungsidee gelte immer noch, nämlich die Finanzdienstleistungen für alle unmittelbar vor Ort anzubieten, obwohl man sich in einem dynamischen Wettbewerbsumfeld befinde. Während große Banken sich längst aus den Dörfern und Gemeinden verabschiedet haben, blieben die Sparkassen auch weiterhin auf dem Lande als "die gute alte Sparkasse" vertreten. "Mit einer hochmodern eingerichteten ist uns die Umsetzung von Kundennähe vollauf gelungen", betonte Jakobs weiter.

Bekenntnis zum Stadtteil

Die Neueröffnung sei ein klares Bekenntnis zum Stadtteil Nunkirchen. Ein freundliches, sympathisches und kompetentes Team an Beraterinnen und Beratern unter der Führung des erfahrenen Geschäftsstellenleiters Norbert Uder werde sich engagieren. Jakobs Dank galt allen, die mitgewirkt hatten, diesen Neubau im Rahmen des genehmigten Budgets von rund 1,3 Millionen Euro termingerecht zu errichten. "Die in Nunkirchen angewendete moderne, offene und dialogorientierte Filialgestaltung ist ein zeitgemäßes Konzept, das die Markenstärke der Sparkasse vor Ort erlebbar macht und einen gelungenen Beitrag zur Attraktivitätssteigerung des ganzen Ortes leistet", sagte Wolfgang Fritz, Mitglied des Sparkassen-Vorstandes, und klärte auf, auf was sich hinter dem Begriff Dialogfiliale versteckt: Die neuen übersichtlich gegliederten Räume sind offen, kommunikationsfreundlich und dennoch diskret gestaltet, lenken mit klaren Blick- und Anlaufpunkten das Kundeninteresse und ermöglichen eine bessere Nutzung des Kundenverkehrs. So genannte Dialog-Möbel ersetzen klassische Tresen - mehr und bessere Kommunikation ist das Ziel.

Behindertengerechter Eingang

Architekt Joachim Röder stellte die neuen Räume vor und erläuterte die einzelnen Bereiche. Für ihn war unter anderem wichtig: Die Filiale hat einen behindertengerechten Eingang und fast 20 Parkplätze, davon zwei Behindertenstellplätze. An den Geschäftsstellenleiter Norbert Uder übergab er den symbolischen Schlüssel des Gebäudes. Uder nannte die neue Geschäftsstelle ein Aushängeschild.

Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich sah in der neuen Filiale gut investiertes Geld. "Es freut mich, dass alle sehr zufrieden sind, auch deshalb, weil mit dem Bau die Strategie und Philosophie der Bank im Grünen Kreis mit regionalen Interessen verfolgt wurden", betonte die Verwaltungsratsvorsitzende.

Bürgermeister Fredi Dewald, von 1975 bis 1988 selbst 13 Jahre lang Filialleiter dieser Geschäftsstelle, überbrachte die Grüße der Hochwaldstadt. Dewald kam nicht umhin, eine Geschichte von 1985 zu erzählen, als seine Filiale von einem Räuber aufgesucht wurde, er sich vehement weigerte Geld rauszurücken und den unverrichteter Dinge davon eilenden Räuber verfolgte. Den entsprechenden Artikel der Saarbrücker Zeitung, vom damals jungen Reporter Wolf Porz verfasst, übergab Vorstandsvorsitzender Jakobs gerahmt an den Bürgermeister. Nunkirchens Ortsvorsteher Jochen Kuttler dankte der Sparkasse, dass sie ein besonderes Bewusstsein für den Heimatort gezeigt habe und wünschte den Bänkern, dass der Geldautomat stets gut gefüllt sei, denn immerhin wird der Ort von rund 24 000 Fahrzeugen täglich durchquert. Sein Dank galt der Landrätin für die Überreichung eines Geldgeschenkes in Höhe von 2500 Euro für Projekte im eigenen Ort. Pastor Stefan Sänger hatte die Einsegnung der neuen Räumlichkeiten vorgenommen.

Der Tag der offenen Tür am gestrigen Sonntag mit viel Programmangebot und Aktionen für Kunden und Besucher, erwies sich als Erfolg und als ein Beweis für den Stellenwert der Sparkasse in dem Waderner Stadtteil.