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Die Beckenbauer sind daNächste Woche tagt die Namens-Jury

Die Beckenbauer sind daNächste Woche tagt die Namens-Jury

Neunkirchen. Schleifmaschinenlärm statt Kinderlachen, Baukräne statt Sprungbretter, Schotter und rote Erde statt grüner Liegewiese - kaum zu glauben, dass am 15. Mai 2009 das neue Neunkircher Bad eröffnet werden soll. Doch es läuft alles nach Plan, versichern Neunkirchens Oberbürgermeister Friedrich Decker und der Amtsleiter für Gebäudewirtschaft Manfred Moser unisono

Neunkirchen. Schleifmaschinenlärm statt Kinderlachen, Baukräne statt Sprungbretter, Schotter und rote Erde statt grüner Liegewiese - kaum zu glauben, dass am 15. Mai 2009 das neue Neunkircher Bad eröffnet werden soll. Doch es läuft alles nach Plan, versichern Neunkirchens Oberbürgermeister Friedrich Decker und der Amtsleiter für Gebäudewirtschaft Manfred Moser unisono. Und weil im Moment gerade so richtig "Äktschn" sei, führen Decker und Oberbauleiter Rolf Brandstetter die Mitglieder des Bauausschusses über die Großbaustelle in der Lakaienschäferei. Die Frauen und Männer sind sehr interessiert; fragen, witzeln, freuen sich. Einige machen schon Pläne für den kommenden Sommer: "Shoppen, schwimmen und dann Sauna." Decker erklärt gerade, dass später ein Blockhaus auf dem abgeschirmten Freigelände vor der Sauna errichtet werden könne. "Wenn die Sauna funktioniert, wie wir es uns vorstellen."Doch das Hauptaugenmerk liegt zur Zeit auf den Schwimmbecken. Eine Firma aus Niederösterreich, nach den Worten Deckers weltweit Marktführer in Sachen Edelstahl-Wannen, liefert und montiert die hoch glänzenden Stahlteile. Bis in die Abendstunden sind die österreichischen Monteure am Werk. Selbst Manfred Moser, der schon so manche Großbaustelle wie etwa den Kindergarten Ringstraße oder das Elefantenhaus im Zoo für die Stadt "gemanagt" hat, ist beeindruckt von der Schnelligkeit der Arbeiter. Jede Woche ist Moser mindestens ein Mal vor Ort, jeden Tag ist er im Büro mit dem Thema Kombibad beschäftigt. "Ich hätte nicht gedacht, dass so viel zu klären ist", gesteht der Planungsprofi. Absprachen mit Handwerkern, Kosten, Bau-Probleme, mit denen niemand vorher gerechnet hat. So musste etwa das Nichtschwimmer-Becken wegen des schlechten Untergrunds auf Pfählen errichtet werden, um die Tragfähigkeit der Fundamente zu erhöhen. "Die Edelstahlbecken vertragen keine größeren Setzungen", erklärt Moser. Ins Detail der Bauplanung und der Kosten geht der Oberbürgermeister bei der anschließenden Sitzung im nahe gelegenen IPA-Heim, das am Mittwochabend aus allen Nähten platzt. Manches wird wohl teurer werden als geplant, doch da es einige Zuschüsse gibt, wie etwa zur Außenanlage oder zum Parkplatz, liegen die Baukosten immer noch im finanzierten Limit von 11,6 Millionen Euro. Eben das größte Bauprojekt Neunkirchens.Neunkirchen. Vielleicht schon am Mittwochabend nächster Woche wird klar sein, welchen Namen das Kombibad bekommt. Dann nämlich tagt erstmals die elfköpfige Jury und arbeitet sich durch die rund 1550 eingegangenen Vorschläge. > Bericht folgt ji

HintergrundDas kombinierte Hallen- und Freibad, das derzeit von der Arbeitsgemeinschaft Kombibad Neunkirchen (OBG Ingenieurbau, Incopa, WPM, Famis) im Auftrag der Kreisstadt Neunkirchen an der Lakaienschäferei errichtet wird, ist die größte Baumaßnahme der kommenden Jahre in der Kreisstadt. 10,3 Millionen Euro wurden für das Bauwerk und 1,3 Millionen Euro für die Infrastruktur veranschlagt. Die Schwimmerbecken im Hallen- und im Freibad werden 25 mal 16,66 Meter groß sein. Die Wassertiefe im Sprungbereich des Hallenbades wird bis zu 3,60 Meter sein und deshalb vor allem für Taucher interessant. red