Die Arche Noah sticht in See

Mit Beginn der Saison am Bostalsee ist der Personentransfer per Boot wieder möglich. Der Katamaran Arche Noah legt alle anderthalb Stunden zur Rundfahrt ab und macht an drei Anlegestellen halt.

Zwölf Personen finden auf dem Katamaran Platz. Am 1. Mai startet der Betrieb. Bei gutem Wetter schippert das Boot völlig autark, es wird mithilfe von Solarzellen angetrieben.

Per Kran wurde der Solar-Katamaran am Dienstag ins Wasser gehievt. Pünktlich zum Beginn der Saison schippert die Arche Noah über den Bostalsee und macht alle anderthalb Stunden halt am Staudamm, der Seeverwaltung auf Bosener Seite und der neuen Anlegestelle am Ferienpark auf Gonnesweiler Seite.

Damit ist eine Durststrecke beendet. Ein Jahr lang fuhr kein Passagierschiff über den See; das Ehepaar Hauck, Betreiber der Fähre Bosi, verkauften ihr Schiff aus Altersgründen. Stefan Zapf übernahm den Kahn und verfrachtete ihn auf den Bötzsee unweit von Berlin.

In Gesprächen mit der Seeverwaltung sei schnell ein Konsens gefunden worden, sodass Zapf in diesem Jahr mit einem neuen Schiff den Personenverkehr wieder aufs Wasser bringt. "Der Bostalsee ist zwar vergleichsweise klein, aber hier ist richtig was los", sagte der gelernte Hochseefischer aus Brandenburg. Mit dem Solar-Boot Arche Noah macht Zapf einen Testlauf. Es bietet zwölf Personen Platz. "Das ist bei dem zu erwartenden Besucherandrang natürlich zu wenig", meint Zapf. Wenn das Geschäft gut anläuft, werde er investieren und ein größeres Schiff auf den See bringen.

"Die Personenfähre wurde sehr vermisst", sagte der stellvertretende Leiter der Seeverwaltung Michael Wagner. "Die Nachfrage ist da und wir hatten Glück bei der Suche nach einem Nachfolger."

Die Arche Noah ist ein 10,4 Meter langer und 2,75 Meter breiter Solar-Katamaran. Ihre Marschgeschwindigkeit liegt bei sechs Kilometern pro Stunde, die Höchstgeschwindigkeit beträgt das Doppelte. Die Schiffsschrauben an den Pontons werden angetrieben von zwei Elektromotoren mit einer jeweiligen Leistung von 4,3 Kilowatt. Bei klarem Wetter schippert das Boot völlig autark; die Batterien werden von Solarzellen auf dem Dach geladen. Die 2,8 Tonnen schwere Konstruktion besteht aus Edelstahl und wurde vor der Übersiedlung ins Saarland noch einmal rundum auf Vordermann gebracht; der Anschaffungspreis lag bei 100 000 Euro.

Am 1. Mai startet der Betrieb, der mindestens bis zum Saisonende am 15. Oktober laufen soll. Eine Rundfahrt dauert eine anderthalbe Stunde, kostet neun Euro für Erwachsene und fünf Euro für Kinder. Teilstrecken zwischen den drei Anlegestellen sind zum ermäßigten Preis möglich, ebenso kann die Arche Noah gechartert werden. Das Angebot wird demnächst auf der Internetseite von Erlebnisschifffahrt Zopf eingestellt.

erlebnisschiff-zopf.de