Den „Wölfen“ droht der Super-Gau

Den „Wölfen“ droht der Super-Gau

Abstiegskampf statt Aufstiegsrennen. So stellt sich derzeit die Lage bei Bezirksligist Wolfersweiler-Gimbweiler dar. Der Vorsprung auf die Abstiegszone beträgt nur einen Punkt. Jetzt steht ein wichtiges Kellerduell an.

Die SG Wolfersweiler-Gimbweiler war als Titelkandidat in die aktuelle Saison der Fußball-Bezirksliga St. Wendel gestartet. Drei Spieltage vor dem Runden-Ende kämpft die rheinland-pfälzisch/saarländische Spielgemeinschaft aber nicht um den Aufstieg in die Landesliga Nord, sondern gegen den Abstieg in die Kreisliga A. Ein Abstieg wäre für Wolfersweiler-Gimbweiler wohl so etwas wie der "Super-Gau."

Vor dem Kellerduell an diesem Sonntag um 15 Uhr in Wolfersweiler gegen die SF Winterbach stehen die "Wölfe" auf Rang zwölf. Der Vorsprung auf den TuS Fürth, der auf dem ersten möglichen Abstiegsplatz steht, beträgt gerade einmal einen Zähler. Zwei weitere Punkte dahinter liegt der kommende Gegner. Es wird also spannend. "Wir haben es aber immerhin noch selbst in der Hand, die Klasse zu halten", sagt Spielertrainer Christoph Dinges.

Wobei der Begriff Spielertrainer bei Dinges in dieser Saison nur bedingt zutrifft. Denn der Offensiv-Akteur konnte wegen verschiedener Verletzungen nur ganz selten selbst auflaufen. "In der Hinrunde hatte ich eine Schambein-Entzündung. Beim Warmmachen vor dem ersten Spiel nach der Winterpause gegen Furschweiler-Hofeld habe ich mir dann den Mittelfuß gebrochen", berichtet Dinges. Diese Verletzung wird ihn auch noch bis Saison-Ende außer Gefecht setzen. Dem Spielertrainer gelangen wegen der wenigen Einsatzzeiten in der aktuellen Spielzeit nur vier Treffer. In der Saison davor, in der die SG Wolfersweiler-Gimbweiler starker Dritter wurde, waren es noch 22.

"Es fehlt der letzte Kick"

Neben Dinges fielen mit Spielmacher Jörn Herz (Achillessehnen-Probleme) und Abwehrspieler Patrick Schmidt (Leistenprobleme) noch zwei weitere Leistungsträger länger aus. "Darauf alleine brauchen wir unsere Situation aber nicht zu schieben", stellt Dinges klar. "Oftmals hat bei uns auch der letzte Kick gefehlt, ein Spiel unbedingt gewinnen zu wollen." Zudem habe sein Team Zeit gebraucht, bis es realisiert habe, dass es in dieser Saison tatsächlich gegen den Abstieg spielt.