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"Das Vorhaben ist in trockenen Tüchern"

"Das Vorhaben ist in trockenen Tüchern"

Nohfelden/München. "Die Signale stehen endgültig auf Grün." Mit diesen Worten kommentierte der St. Wendeler Landrat Udo Recktenwald am Montag auf der Münchner Immobilienmesse Expo Real die Unterzeichnung des Rahmenvertrages zum Bau des Ferienparkes am Bostalsee. Recktenwald weiter: "Der Rahmenvertrag bildet die Grundlage für die Umsetzung

Nohfelden/München. "Die Signale stehen endgültig auf Grün." Mit diesen Worten kommentierte der St. Wendeler Landrat Udo Recktenwald am Montag auf der Münchner Immobilienmesse Expo Real die Unterzeichnung des Rahmenvertrages zum Bau des Ferienparkes am Bostalsee. Recktenwald weiter: "Der Rahmenvertrag bildet die Grundlage für die Umsetzung." Nohfeldens Bürgermeister Andreas Veit hatte sich ebenfalls am frühen Morgen mit Recktenwald und einer kleinen Delegation aus dem Landkreis St. Wendel nach München aufgemacht. Er sagte am Stand der Strukturholding Saar, SHS: "Ich freue mich, dass das Vorhaben in trockenen Tüchern ist. Der Vertrag regelt klar, wie das Projekt umgesetzt wird."Vertragspartner ist auf der einen Seite Center Parcs, dass den ersten Sunpark in Deutschland bauen will. Auf der anderen Seite stehen die Projektgesellschaft Bostalsee, die die Erschließung des 90 Hektar großen Areals übernimmt, und die Landesentwicklungsgesellschaft Saar, LEG, die die Zentraleinheit mit Schwimmbad und Gastronomie bauen wird und an Sunpark vermieten wird. "In der Projektgesellschaft hält die Gemeinde Nohfelden 50 Prozent der Anteile, der Landkreis St. Wendel 30 Prozent und die LEG 20 Prozent", erklärte LEG-Geschäftsführer Rudolf Müller auf Nachfrage. Seit zehn Jahren liefen die Vorbereitungen für den Park, so Müller weiter. "Der Bau des Ferienparkes ist aktuell die größte Einzelinvestition in den Tourismus in Deutschland", unterstreicht der Geschäftsführer.Im Frühjahr des kommenden Jahres soll die Erschließung des Hanges auf Gonnesweiler Seeseite beginnen. Zuvor aber werden die Grundstücke, die der Projektgesellschaft gehören, an eine Tochtergesellschaft von Centers Parcs übertragen. Mit den Hochbauten, dem Bau der 500 Ferienhäuser und der Zentraleinheit, soll dann im Herbst begonnen werden.Landrat Recktenwald und Bürgermeister Veit stellen klar, dass trotz der Bauarbeiten die Badesaison 2009 stattfinden wird. Das Strandbad in Bosen sei von der Maßnahme ja gar nicht betroffen. Wandern, laufen und Radfahren auf dem Rundweg sei auf jeden Fall möglich. Es könne lediglich sein, dass die Wegführung zeitweise in Höhe der Baustelle geändert werden müsse. Das werde die Detailplanung ergeben. Ob das Strandbad auf Gonnesweiler Seite, das ja im künftigen Parkgebiet liegt, 2009 geöffnet wird, sei noch offen. In seiner Ansprache warb Ministerpräsident Peter Müller für das Saarland. Hier gebe es 32000 Arbeitsplätze im Tourismus. Das Saarland habe den größten Waldanteil aller westdeutschen Bundesländer. Pro 100000 Einwohner gebe es hier die meisten Michelin-Sterne in Deutschland. Mehr als 30 Premiumwanderwege seien ausgeschildert. Da passt es, dass im Saarland ein großer Ferienpark entsteht. Peter Müller selbstbewusst: "Nirgendwo ist ihr Geld so gut angelegt wie bei uns."Der Vorstandsvorsitzende von Center Parcs, Christophe Jeannest, lobte die gute Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden und politisch Verantwortlichen. Er sagte: "Das Saarland ist das Land der kurzen Wege." Der Unterzeichnung des Rahmenvertrages ging eine kleine Modenschau voraus. Auf die weißen Kleider der Models waren verschiedene Projekte der SHS-Gesellschaften aufgedruckt, unter anderem auch der Ferienpark am Bostalsee. Der Vertrag regelt die Investitionen, Aufgaben und Zeitabläufe unter den Beteiligten.Unterdessen gehen die Bauarbeiten am Staudamm weiter. 4,5 Millionen Euro fließen in die Sanierung des Dammes und den Bau einer Seepromenade samt Eislauffläche auf Bosener Seeseite. Seit einigen Wochen wird der See in einem ersten Schritt angestaut. Zwei Millionen Kubikmeter Wasser sollen den Spiegel um zwei Meter erhöhen. Die restlichen drei Meter sollen bis zum Frühjahr angestaut sein.