Das Talent liegt in der Familie

Eppelborn. Die Handballfreunde Illtal sind nach drei Niederlagen Tabellenschlusslicht der Oberliga. An diesem Sonntag um 18 Uhr kommt der TV Mülheim (2:4 Punkte) in die Eppelborner Hellberghalle. "Das ist ein Gegner, den wir schlagen können und aktuell fast müssen", sagt Yannic Gabler, Torhüter-Neuzugang bei den HF Illtal

Eppelborn. Die Handballfreunde Illtal sind nach drei Niederlagen Tabellenschlusslicht der Oberliga. An diesem Sonntag um 18 Uhr kommt der TV Mülheim (2:4 Punkte) in die Eppelborner Hellberghalle. "Das ist ein Gegner, den wir schlagen können und aktuell fast müssen", sagt Yannic Gabler, Torhüter-Neuzugang bei den HF Illtal."Wer aufgehört hat, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein", hat sich Yannic Gabler als Lebensmotto gewählt. So steht es zumindest auf der Internetseite der HFI (www.hf-illtal.de). Dort steht außerdem, dass seine Mannschaftskameraden ihn auch "Gaby" rufen, er am liebsten Sprudel, Eistee und Bananenweizen trinkt und sein Vorbild der französische Weltmeister-Nationaltorwart Thierry Omeyer ist.

Gerade einmal 19 Jahre ist der Torhüter-Neuzugang alt. Er wohnt schon immer in Dirmingen - seine handballerische Laufbahn jedoch hat ihn bereits aus seinem Heimatort raus und wieder hineingetrieben. Seit den Minis und bis zur C-Jugend spielte Gabler beim TV Dirmingen. Dirmingen ist eine Handball-Hochburg. Wer von dort zu einem anderen Handballverein wechselt, zumal in den Jugendjahren, hat eine sportliche Karriere vor Augen. Im zweiten C-Jugend-Jahr wechselte Yannic Gabler zur HSG Völklingen. Bevor Gabler in diesem Frühjahr zum Oberligisten HF Illtal wechselte, spielte er mit der HSG Völklingen gar in der A-Jugend-Bundesliga, wurde vom Handballverband Saar ausgezeichnet und durfte zwei Mal bei Sichtungslehrgängen des DHB-Kaders teilnehmen. Viel mehr geht nicht. Den Sprung in den Aktivenbereich erlebt er demnach als "nicht so große Umstellung". Trainiert habe er schon immer viel und die Gegner seien schon immer stark gewesen. Allerdings: "Wir nutzen die Zeit hier noch besser und intensiver."

Gabler stammt aus einer echten Handballerfamilie. Vater Klaus sowie Onkel Manfred standen beide beim TV Dirmingen im Tor und fördern ihren Nachwuchs nun nach allen Kräften. Auch ein anderer Onkel, Peter Gräser, ist ein bekannter TVD-Handballer. "Wir tauschen in der Familie immer mal wieder Erfahrungen aus", erklärt Yannic.

Das Abitur am Saarbrücker Sportgymnasium Rotenbühl wird der selbstbewusste junge Mann wohl im kommenden Frühjahr ablegen. Neben Sport sind Deutsch und Englisch seine Leistungsfächer.

Um nicht aufzuhören, gut zu sein, will er sich insbesondere "in Sachen Beweglichkeit und bei der Abwehr der tiefen Bälle" verbessern. Durch die Verletzung von Manuel Weinmann steht er zusammen mit Christian Ruppert nun voll in der Verantwortung. Diese Verantwortung sieht er jedoch als Herausforderung: "Klar will ich mich beweisen. Und ich bin zuversichtlich, dass wir ein gutes Torhüter-Team sein werden." Trainer Steffen Ecker plant, die beiden Torhüter formabhängig regelmäßig auch während der Spiele zu wechseln.