Das Saarpark-Center bleibt die Nummer 1

Das Saarpark-Center bleibt die Nummer 1

Imposante Zahlen meldet das Saarpark-Center. Im vergangenen Jahr kamen 8,3 Millionen Besucher. Bei allen wichtigen Kenngrößen rangiert das Neunkircher Center saarlandweit an der Spitze der Einkaufszentren.

Fakten-Check in der Redaktion der Saarbrücker Zeitung: SZ-Regionalleiter Manfred Krause im Gespräch mit dem Manager des Saarpark-Centers, Gregory Hedderich (von links). Foto: Thomas Seeber. Foto: Thomas Seeber

. Gregory Hedderich (31) präsentiert sich prächtig gelaunt bei seinem Besuch in der Neunkircher SZ-Redaktion. Der Manager des Saarpark-Centers belegt, dass das Einkaufsparadies am Stummplatz trotz gestärkter Konkurrenz den Spitzenplatz unter den Einkaufstempeln des deutschen Südwestens wacker verteidigt. 2013 kamen an jedem Verkaufstag durchschnittlich 27 000 Besucher.

Vergangene Woche hatte die ebenfalls vom Hamburger ECE-Konzern betriebene Europa-Galerie Saarbrücken der SZ ihre Zahlen bekannt gegeben. 7,2 Millionen Besucher registrierte die Ende 2010 eröffnete Ansammlung von Läden ganz in der Nähe des Hauptbahnhofs der Landeshauptstadt. Neunkirchen aber zählte 15 Prozent Besucher mehr. Zum Midnight-Shopping mit Öffnungszeiten bis 24 Uhr und an den Samstagen vor Weihnachten kamen besonders viele Kunden. "An solchen Tagen sind es schätzungsweise 70 000", berichtet Gregory Hedderich. Im Dezember sei im Übrigen nicht nur die Kundenfrequenz besonders hoch gewesen, auch die Einkaufssumme pro Kunde schnellte deutlich in die Höhe. Das Center-Management ist über das Klingeln der Kassen in den 130 Läden ganz gut im Bilde, weil in die Berechnung der Miete auch der Umsatz einbezogen wird.

Wie der Center-Manager erläutert, gibt es regelmäßige Untersuchungen über die Kundenströme. Das Saarpark-Center geht davon aus, dass in seinem Einzugsgebiet 1,4 Millionen Menschen leben, das entspricht einem Radius von 45 Minuten Fahrzeit im Auto. Interessant: Aus der Region Idar-Oberstein kommen viele Kunden, obwohl sie sogar eine Stunde fahren müssen. Ebenfalls erstaunlich: Es kommen mehr Amerikaner (aus Ramstein und Umgebung) als Franzosen.

2013 sei ein anspruchsvolles Jahr gewesen, räumt Hedderich ein. Zwischen den Zeilen hört man, dass der Auszug von Promarkt nicht unbedingt erwartet worden war. Seit Mitte 2013 steht der mehr als 2000 Quadratmeter große Laden leer. Der Center-Manager ist jedoch optimistisch, noch im ersten Quartal 2014 eine Nachfolge-Lösung verkünden zu können. Diesbezügliche Verhandlungen scheinen auf die Zielgerade einzubiegen.

Ein paar kleinere Veränderungen kamen und kommen hinzu. WMF macht bundesweit 50 Läden dicht - diese Entscheidung traf auch Neunkirchen. Als Nachfolger zieht der Herrenausstatter Digel ein. Der Expert-Elektro-Fachmarkt wickelt gerade seinen Räumungsverkauf ab, dafür kommt der Leder-Fachmarkt Röer - ein regionaler Anbieter. Die Papeterie Klein verabschiedet sich aus dem Center. Mit Promod steht der Nachmieter schon in den Startlöchern - ein Textilanbieter mit mittleren bis wertigen Produkten, vor allem für die moderne erwachsene Frau.

Gregory Hedderich betont dass die aus seiner Sicht sehr positive Entwicklung Neunkirchens auch dem Center nutzt. Die Neue Gebläsehalle zieht zusätzliche Besucher in die Stadt. Das neue Hotel und die Pläne für das Bliesufer lobt er ebenfalls. Auch die Ansiedlung der Akademie der Saarwirtschaft (ASW) mit 600 Studenten nennt er. "Vielleicht entsteht dadurch ein noch besseres gastronomisches Angebot", hofft er.

Das Center selbst will 2014 wieder seinen Teil dazu beitragen, dass Neunkirchen eine gute Aufenthaltsqualität bietet. Hedderich verrät schon mal, dass Ende Mai/Anfang Juni unter dem Titel "50 Jahre Beatles" eine sehenswerte Ausstellung mit entsprechenden Aktionen geplant ist.

Im Oktober 2014 soll es richtig krachen: Dann besteht das Saarpark-Center 25 Jahre. Und das wird gebührend gefeiert.

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