Das Comeback des Jahres

Es ist wieder so weit: Nach einer mehrjährigen Auszeit ist das Primsrock-Open-Air-Festival zurück. Zehn Bands rocken am kommenden Samstag, 7. September, die Bühne auf dem Primstaler Kirmesplatz.

Für Jugendkulturveranstaltungen in der Hochwald-Region ist die Rückkehr des Primsrock-Festivals sicherlich das Comeback des Jahres. Der Verein Was geht?!, der außerschulische, offene Jugendarbeit vorantreibt, feiert in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag. Damit war der Anlass gegeben, die musikalische Freiluftparty zu reanimieren, ohne dabei am bisherigen nicht-kommerziellen Konzept der Veranstaltung etwas zu verändern. Primsrock-Nostalgiker erinnern sich an die Shows der Beatsteaks, Die Happy, oder die der Donots zurück, an Bands, die seinerzeit in der Musikindustrie eher Insider-Status genossen und später mit ihren Hits im Tagesprogramm der Format-Radiosender rotieren sollten.

Neu ist das Festivalgelände auf dem Kirmesplatz. Dorthin hat das Open-Air wegen einer Baustelle in der Primstaler-Ortslage vom Waldsportplatz umziehen müssen. "Es ist ein Festival für die Jugend, deshalb haben wir den Eintrittspreis von 13 Euro so gering wie möglich gehalten", sagt Marcus Gramlich vom Primsrock-Organisationsteam. Integriert in die Veranstaltungsplanung und Durchführung sind auch sechs Jugendclubs aus der Gemeinde Nonnweiler. Zehn Bands, die entweder vor dem Durchbruch stehen, sich in der Region eine Fangemeinde erspielt haben und vier lokale Formationen, die bei zwei Vorentscheiden überzeugten, werden am Samstag nicht nur die Gitarrensaiten streicheln. Los geht's um 14.20 Uhr mit der Primstaler-Hip-Hop-Crew Spirit Heroes. Nach deren Heimspiel sind die Waderner Bluesrocker Max Barth & The Backdraft am Start (15.10 Uhr).

Exklusiv beim Primsrock werden die Deutsch-Punker Captain Risiko (16 Uhr) aus Türkismühle Songmaterial von ihrer neuen CD vorstellen. Fist of Change (16.50 Uhr) aus Kastel bezeichnen sich als Metalcoreband. Ab 17.40 Uhr präsentieren Prinzessin Halts Maul einen Mix aus Punk und Hardcore. Die Hardcore-Formation Dislocate (18.40 Uhr) haben vor vier Jahren ehemalige Mitglieder der Bands Hateclub und Dead End Street formiert. Die fünf Saarländer setzen auf schnellen, eisenharten Hardcoresound. Beim letzten Primsrock im Jahre 2006 war die Ska-Punk-Band Berts Beatpatrol (19.40 Uhr) aus Wadern bereits dabei. Durch eine Top-drei-Platzierung bei der Coca-Cola-Soundwave-Discovery-Tour landeten sie 2009 bei Rock am Ring. Der Gesang prägt die Lieder der Saarbrücker Post-Hardcoreband His Statue Falls (20.40 Uhr), zu den Gitarren mischen sich gezielt elektronische Elemente.

Headliner des Festivals ist die US-Punkrockband Off With Their Heads (22 Uhr) aus Minneapolis. Ihr Sound steckt irgendwo zwischen Hot-Water-Music und Iron Chic. Die Herren stehen beim vom Bad-Religion-Sänger Brad Gurewitz gegründeten Epitaph-Label unter Vertrag und befinden sich auf Deutschland-Tour. Als Rausschmeißer fungiert ab 23.20 Uhr das Flying Orkestar mit dynamischen Balkan-Sound. "Über den Besuch von 500 Leuten würden wir uns sehr freuen", sagt Gramlich.

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Auf einen BlickDas Primsrock-Festival wird veranstaltet vom Verein Was geht?! in Kooperation mit der Gemeinde Nonnweiler und dem Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt. Eintrittspreis: Vorverkauf zehn Euro, Tagesskasse 13 Euro. Einlass: 13 Uhr, Beginn: 14 Uhr. In Primstal sind Parkplätze ausgewiesen, von denen aus das Festivalgelände in wenigen Minuten zu erreichen ist. frf

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