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Damit Kinder in Ruanda besser lernen können

Damit Kinder in Ruanda besser lernen können

Neunkirchen. Das Leben in Ruanda ist nicht leicht, es fehlt an Strom, fließendem Wasser und an Geld für die Schulbildung der Kinder. Seit fünf Jahren unterstützen daher Schüler des Gymnasiums am Steinwald das Hilfsprogramm "Programme d'assistance aux familles et aux orphelins" (Hilfsprogramm für Familien und Waisen) des Kirchenkreises Saar-Ost, vormals Kirchenkreis Ottweiler

Neunkirchen. Das Leben in Ruanda ist nicht leicht, es fehlt an Strom, fließendem Wasser und an Geld für die Schulbildung der Kinder. Seit fünf Jahren unterstützen daher Schüler des Gymnasiums am Steinwald das Hilfsprogramm "Programme d'assistance aux familles et aux orphelins" (Hilfsprogramm für Familien und Waisen) des Kirchenkreises Saar-Ost, vormals Kirchenkreis Ottweiler. Mit Geld- und Sachspenden, aber auch mit Briefen unterstützen sie vor allem Kindern der Partnerschule in Gikonko .Gestern übergaben sie den Erlös des Secondhand-Basars des Schulfests von 1500 Euro in Form eines Schecks an Rüdiger Burkart, der für Projekte drei Mal in Ruanda war. Burkart erzählte Schülern der neunten Klasse im Rahmen des Religions- und Ethikunterrichts anhand von vielen Fotos von seinen Eindrücken in dem afrikanischen Land, dessen Geschichte und laufenden Hilfsprojekten.Mit dem Geld der Schüler soll in der Partnerschule in Gikonko eine Informatikraum mitfinanziert werden. "Das Internet ist wichtig, damit der Kontakt zu Geschäftspartnern und neuen Investoren klappt", erklärt Burkart den Neuntklässlern. "Dann kann auch die Kommunikation zwischen den Schülern besser funktionieren", freut sich Religionslehrerin Andrea Hrasky. Denn mitunter bräuchten Briefe sehr lange oder kämen gar nicht an. Am Gymnasium bestehen auch Klassenpatenschaften. 15 Euro im Monat reichten, um einem Kind Schule, Kleidung und medizinische Versorgung zu finanzieren. "Wenn 30 Schüler pro Monat je 50 Cent spenden, ist damit einem Kind versorgt", rechnet Hrasky vor. Oftmals seien die Briefe sehr emotional: Die Klasse bekomme mitunter Briefe, in dem das Patenkind schreibt: "Ihr seid jetzt meine Eltern". Denn die Kinder in Gikonko sind oft Waisen. ukl