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Damit der weiße Fleck verschwindet

Rettungswache : Damit der weiße Fleck verschwindet

Rettungswache soll von Türkismühle nach Walhausen umziehen. Bürgermeister bewertet das positiv.

Schon bald wird es keine Rettungswache mehr in Türkismühle geben. Geht es nach dem Willen des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Saar (ZRF), zieht die Wache nach Walhausen um. Das bestätigt Geschäftsführer Bernhard Roth auf SZ-Nachfrage. Den Grund liefert er gleich mit: "Durch eine Verlagerung nach Walhausen kann der dortige Rettungswagen einen besseren Versorungsradius erreichen und das Gebiet notfalltechnisch besser abdecken." In Türkismühle sei es derzeit schwierig, die gesetzliche Hilfsfrist von zwölf Minuten einzuhalten. Gerade das Gebiet um Güdesweiler und Oberthal sei in dieser Zeit nicht zu erreichen. Nohfeldens Bürgermeister Andreas Veit (CDU) spricht in diesem Zusammenhang von einem "weißen Fleck auf der Landkarte". Das soll sich ändern. Dazu Roth: "Die Fahrzeiten werden kürzer, ohne dass hierdurch in Türkismühle selbst eine schlechtere Versorgung in Kauf genommen werden muss."

Ein weiterer Grund für den Umzug der Rettungswache ist der Zustand der Räume in Türkismühle. Diese entsprächen nicht mehr dem aktuellen technischen Standard. "Für das Personal wird es in Walhausen ganz bestimmt Verbesserungen geben", kündigt Veit an. Denn dort soll ein Neubau entstehen.

Roth spricht von Investitionskosten in Höhe von 550 000 Euro. Derzeit prüfe der ZRF, ob eines der Grundstücke, die die Verwaltung vorgeschlagen habe, in Frage kommt. Laut Roth soll noch im vierten Quartal dieses Jahres mit der Erschließung und auch mit dem Bau begonnen werden.

Der Ort der Rettungswache werde neu sein, an den Dienszeiten ändere sich jedoch nichts. Wie schon derzeit in Türkismühle, soll auch in Walhausen ein Rettungswagen im 24-Stunden-Dienst an sieben Tage je Woche vorgehalten werden. So sieht auch Veit in den Plänen des ZRF nur Positives: "Für mich ist es wichtig, dass sich weiterhin eine Rettungswache in der Gemeinde Nohfelden befindet. Und Walhausen ist ein idealer Standort."

Zum Thema:

Der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Saar (ZRF) unterhält im Landkreis St. Wendel derzeit Rettungswachen in St. Wendel, in Tholey, in Freisen, in Nonnweiler, in Neipel und in Türkismühle, in Tholey betrieben durch den Malteser Hilfsdienst, alle anderen betrieben durch das Deutsche Rote Kreuz. Insgesamt sind ein Notarztfahrzeug in St. Wendel, insgesamt im Landkreis sieben Rettungswagen und fünf Krankentransportwagen im Einsatz.