City-Center: Investor soll am 18. März Farbe bekennen

City-Center: Investor soll am 18. März Farbe bekennen

Am 1. April läuft die bisher letzte Frist für den Baubeginn am City-Center aus. Für die Stadtratssitzung am 18. März erwarten die Völklinger Kommunalpolitiker nun vom neuen Projektbetreiber eine entscheidungsreife Vorlage.

Im Stadtrat gibt es immer noch Hoffnung auf ein City-Center, wenn auch in abgespeckter Form. Die einzige Vorstellung davon befindet sich derzeit auf zwei Folien. Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU) hat sie am Donnerstagabend (mit abgedecktem Namen des Urhebers) an die Leinwand in der Wehrdener Kulturhalle projiziert.

Folie eins zeigt eine Ansicht von der Rathausstraße aus, ein Gebäude mit der Aufschrift "Rathaus Galerie". Es umfasst wie das Ursprungsprojekt einen Viertelkreis von der Karl-Janssen-Straße bis hinein in die Rathausstraße, mutet nur eingeschossig an, soll aber laut Lorig durch einen Aufbau mit einem (etwas zurückgesetzten) Parkdeck ergänzt werden. In diesem Obergeschoss soll's aber nicht nur beim Parken bleiben. Es soll auch einen Lebensmittel-Discounter aufnehmen. Der soll dort platziert werden, damit er später (wie bereits der benachbarte Globus) direkt über eine (noch zu bauende) Zufahrt von der Südtangente aus angesteuert werden kann.

Bis zu zehn Geschäfte

Ein Lebensmittel-Discounter (noch unbenannt) gilt als Ankerpunkt dafür, dass dann auch andere Geschäfte einziehen. Bis zu zehn Geschäfte könnten es sein auf rund 6000 Quadratmetern Verkaufsfläche, wie Folie Nummer 2, ein großer Grundriss, andeutet. Das so genannte Weiße Haus, das der Eigentümer immer noch nicht verkaufen will, stört dabei anscheinend nicht mehr.

Realisieren soll das Projekt "eine Entwicklungsgesellschaft", die laut Lorig derzeit auch an anderen Stellen in Deutschland tätig ist. Sie arbeitet im Auftrag des international tätigen Finanzierungsfonds und Geländeeigentümers Patron Dieter II. Laut Lorig geht sie mit ihrem Konzept "jetzt in die Akquise der Mieter".

Für die Stadtratsmitglieder blieben am Donnerstagabend viele Fragen offen. Des Oberbürgermeisters ungenannter Gesprächspartner ließ sich hier von Lorig wegen einer "Stimmbandoperation" entschuldigen. Was Denise Baldauf (FDP) zu der weiteren Frage veranlasste, ob dies "denn nur ein Ein-Mann-Betrieb" sei. Und warum sich der Entwickler noch nicht mit Namen zu dem Projekt bekenne.

In der nächsten Stadtratssitzung am 18. März will jedenfalls auch Oberbürgermeister Lorig "belastbare Aussagen" sehen. Dann muss zumindest eine Entscheidung darüber fallen, ob die Frist zum Baubeginn erneut verlängert wird.

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