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Cassius Clay war nicht zu stoppen

Cassius Clay war nicht zu stoppen

Furpach. "Ich bin so happy", freute sich Hans-Günter Klein bei der Siegerehrung und tätschelte seinem Pferd zufrieden den Hals. Denn im Sattel von FBW Cassius Clay hatte der Profi-Springreiter vom RFV Zweibrücken das S***-Springen mit Stechen gewonnen. 25 Paare waren im Hauptspringen der "33

Furpach. "Ich bin so happy", freute sich Hans-Günter Klein bei der Siegerehrung und tätschelte seinem Pferd zufrieden den Hals. Denn im Sattel von FBW Cassius Clay hatte der Profi-Springreiter vom RFV Zweibrücken das S***-Springen mit Stechen gewonnen. 25 Paare waren im Hauptspringen der "33. Nationalen Neunkircher Reitertage", die der gastgebende RV Neunkirchen von Mittwoch bis Sonntag auf der Reitanlage "Beim Wallratsroth" austrug, an den Start gegangen. Zehn Hindernisse mit zwölf Sprüngen von bis zu 1,49 Metern Höhe hatte Parcourschef Stefan Muthweiler aufgebaut. Die Knackpunkte waren die dreifache Kombination und der mit einem breiten Wassergraben überbaute Oxer. Aber auch die zwei schräg aus der Ecke anzureitenden Steilsprünge und der weiße, mit Gattern luftig unterbaute Oxer am Ende des Kurses hatten so ihre Tücken. "Die meisten Fehler gab es am Einsprung der Dreifachen", kommentierte der Parcoursbauer. Er war stolz: "Da wir aber wie erhofft sechs Teilnehmer im Stechen hatten, ist unser Plan genau aufgegangen." Nach einem spannenden zweiten Umlauf, in dem sich das halbe Dutzend gegenseitig nichts schenkte, durften dann Hans-Günter Klein und sein FBW Cassius Clay verdient die goldene Schärpe in Empfang nehmen. Gerade einmal 29,96 Sekunden brauchte das rheinland-pfälzische "Dreamteam", um das Stechen fehlerfrei zu absolvieren. Lohn der Mühe waren unter anderem 2500 Euro Preisgeld. "Da dieses Pferd lange verletzt war und gerade erst in den Turniersport zurückgekehrt ist, freue ich mich besonders über diese hervorragende Leistung", lobte Klein. Zweiter wurde Frederik Knorren vom RV Würselen 1925 mit Aspen (0 Fehler/31,17 Sekunden). Platz drei ging an Elliot Gordon, der auf No Doubt für den RV Erlenstall antrat (0 Fehler/31,35 Sekunden) und zuvor bereits ein S*-Springen gewonnen hatte. Bester Saarländer im Großen Preis war Thorsten Volz vom RFV Illtal auf Corner, der hier eine gute Leistung zeigte. Mit acht Fehlern und einer Zeit von 35,26 Sekunden landete der amtierende Saarlandmeister der Reiter auf Rang sechs. Publikumsmagnet schlechthin war natürlich wieder das Mächtigkeitsspringen. Neun Reiter stellten sich dem "Kampf" mit der Mauer. Den Sieg teilten sich schließlich Ingo Jungblut (RFV Ronneburger Hügelland) und Frederic Tillmann (RC Gut Neuhaus), die als Einzige die 2,05 Meter hohe Mauer und die beängstigend breite Triplebare fehlerfrei überwanden. Die Siege in den übrigen Springen der schweren Klasse gingen an Shari Zey (RFV Niederzeuzheim) im S*-Springen "Qualifikation German Horse Pellets Tour" und S**-Springen, Diana Bülles (RV Montabaur-Horressen) im S*-Springen "U 25", Frederic Schenk (RB 64 Saarlouis) im S*-Punktespringen und Frank Plock (RFV Borken) im S*-Zwei-Phasen-Springen. Das Finale des BMW-Cups 2010 gewannen Dirk Eichhorn (RFG Gerensrech Altforweiler) in der ersten und Julia Dittmann (RC Kalenborner Höhe) in der zweiten Abteilung. Martina Muthweiler, Chefin der Meldestelle und des Vereins, war zufrieden: "665 Pferde und 176 Reiter haben hier fünf Tage lang bei 1471 Starts in 17 Prüfungen durchweg tollen Springsport gezeigt."