Indianer-Powwow: Blutsbrüderschaft am Bostalsee

Indianer-Powwow : Blutsbrüderschaft am Bostalsee

Indianer, Cowboys und Trapper schlagen wieder ihre Lager im Strandbad Bosen auf. Von Freitag bis einschließlich Dienstag können Besucher beim 13. Powwow den Wilden Westen hautnah erleben.

Mit bunten Federn geschmückt tanzen sie ums Lagerfeuer, reiten im Galopp durch die Prärie und besiegeln ihre Freundschaft mit Blut. Um Indianer ranken sich die abenteuerlichsten Geschichten. Aber auch Trapper, Cowboys, Rancher und Soldaten faszinieren die Menschen seit jeher. Das beweisen unzählige Kinofilme, die in den Weiten Amerikas spielen. Vom 11. bis 15. August kommt der Wilde Westen wieder einmal an den Bostalsee. Beim 13. Indianer-Powwow erwarten die Besucher rasante Reitershows, knallende Kanonen und tosende Trommelwirbel.

Die Akteure bauen im Strandbad Bosen ihre Tipis, Lodgen und Armee-Zelte auf. Sie bringen außerdem Planwagen, Kanus und schwere Kanonen mit. „Unser Ziel ist es, den Wilden Westen möglichst authentisch darzustellen“, sagt Veranstalter Georg Lauer. Die Show-Darsteller seien größtenteils Profis. Die Lager-Teilnehmer hingegen würden meist aus Hobbyszene stammen. „Teilweise vermischt sich das aber auch“, berichtet Lauer. Die Teilnehmer kommen aus verschiedenen Ländern. Es haben sich Hobby-Indianer und -Cowboys aus Frankreich, Luxemburg und den Niederlanden angekündigt. Außerdem erwartet der Veranstalter Akteure  aus Bayern, Thüringen und Berlin. „Der See mit seinem Sandstrand wirkt als Magnet, bei anderen Indianer-Festen findet man dieses einzigartige Ambiente nicht“, erklärt Lauer, warum viele Teilnehmer die lange Anfahrt auf sich nehmen.

Das Programm zieht sich über vier Tage, wobei besonders am Wochenende zahlreiche Musik- und Showgruppen auftreten. Los geht´s am Freitag, 11. August, um 16 Uhr. „Die Besucher können sich in aller Ruhe das Lager anschauen, mit den campierenden Hobbyisten plaudern und Einblicke  in deren besondere Form der Freizeitgestaltung erhalten“, kündigt Lauer an. Ab 19 Uhr spielt die Band Lunchbox flotte Country-Rhythmen.  In der Pause um 20 Uhr dürfen sich die Gäste auf waghalsige Kunststück hoch zu Ross freuen: Die Voltigeure der Plains Indians aus dem Elsass zeigen Stunts auf, unter und neben ihren Pferden.

Am Samstag und Sonntag, jeweils ab 12 Uhr, gibt es Indianertänze, Reitershows und Live-Musik mit Raza Inka aus den Anden. In der Mittagszeit und am frühen Abend feuern die Soldaten ihre  historischen Kanonen ab.

Am Samstag um 16 Uhr führt Martin Mathias, mehrfacher Deutscher Meister der Zauberer, sein Theater „Indianer Geheimnisse“ auf. „Er nimmt dabei die Kinder mit auf eine gefährliche Reise in die Prärie, wo Schlangen, Wölfe und die feindlichen Komanchen lauern“, erzählt der Festivalleiter. Ab 19 Uhr gibt es Country-Musik mit Louisiana.

Erstmals können die Besucher auch am Dienstag, 15. August, das Powwow genießen – um 16 Uhr spielt die Band Country Crash.

Mehrmals täglich präsentieren die Teilnehmer typische Indianer-Tänze. Die Besucher dürfen dabei mitmachen und sich auf jede Menge Live-Musik freuen. Foto: Georg Lauer/B&K
Die Parade, bei der alle Akteure gemeinsam durch das Bosener Strandbad marschieren, ist einer der Höhepunkte des Festes. Sie ist dieses Mal für Samstag und Sonntag geplant. Foto: Georg Lauer/B&K
Stunts hoch zu Ross zeigen die Akteure der Plains Indians. Foto: Georg Lauer/B&K
Soldaten führen am Bostalsee Schussübungen durch und bringen historische Kanonen mit. Foto: Georg Lauer/B&K

Doch auch wenn keine Show laufe, werde es auf dem Powwow nicht langweilig. „Oft kommen die Gäste mit den Teilnehmern ins Gespräch. Dann dürfen sie auch mal einen Blick in die Tipis werfen“, sagt Lauer. Außerdem bieten  Händler auf einem Markt Waren zum Thema Western an, etwa Felle, Hüte, Lederjacken, Fahnen, Decken und Indianerschmuck. Für die Kinder gibt es ein spezielles Programm. Sie können in der Kreativwerkstatt Stirnbänder, Amulette, Armbänder und Ketten basteln. Darüber hinaus haben sie die Möglichkeit, auf dem Rücken von Ponys einige Runden zu drehen und sich dabei selbst wie echte Indianer zu fühlen.