Schule im Nationalpark: Auf Tuchfühlung mit der Klima-Ministerin

Nohfelden · Im Nationalpark-Camp der Klasse 6d der Gemeinschaftsschule Nohfelden Türkismühle haben 26 Schüler und zwei betreuende Lehrer im Nationalpark übernachtet. Der Freundeskreis des Nationalparks hat das mit einer Förderung möglich gemacht. Zum Frühstück kam Umwelt- und Klimaschutzministerin Katrin Eder zu Besuch.

 Klimaschutzministerin Eder beim Camp-Besuch im Nationalpark

Klimaschutzministerin Eder beim Camp-Besuch im Nationalpark

Foto: Mariam Landgraf

Die Nationalpark-Schulklasse der Gemeinschaftsschule Nohfelden Türkismühle schaut auf ein spannendes Erlebnis im Nationalpark Hunsrück-Hochwald zurück. 26 Schüler und zwei betreuende Lehrer konnten ein Nationalpark-Camp erleben, das der Freundeskreis des Nationalparks förderte. Das teilt eine Sprecherin des Nationalparks in einer Presseveröffentlichung mit.

Ein ganz besonderer Gast kündigte sich an: Umwelt- und Klimaschutzministerin Katrin Eder kam zu Besuch. Nach einer kühlen Nacht im Zelt mitten im Nationalpark steht das Frühstück auf langen Bänken neben einer Grillstelle. Rangerin Verena Sauerbrei bereitet über dem Feuer Rühreier für alle zu. Sie betreut mit ihrem Rangerkollegen Bastian Metz und zwei Lehrer der Gemeinschaftsschule Nohfelden Türkismühle eine Schulklasse im Camp am Fuchsbau mitten im Nationalpark. Die Schüler sind aufgeregt.

Eine besondere Besucherin wird zum Frühstück erwartet. Katrin Eder, Ministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität in Rheinland-Pfalz hat einen Abstecher zu dem Camp auf ihrem Tagestermin im Nationalpark eingeplant. Beim Frühstück möchten die Schüler der Ministerin Fragen stellen. Das Camp ist Teil des Projekts „Nationalpark-Schulklasse“. Die Gemeinschaftsschule Nohfelden Türkismühle hat eine Kooperation mit dem Nationalpark Hunsrück-Hochwald gestartet. Die jetzige 6. Klasse besucht regelmäßig den Nationalpark und wird dabei von Ranger begleitet. Seit über einem Jahr kommen die Schüler im Schnitt einmal pro Monat in das Schutzgebiet und lernen während der Schulzeit mehr über Natur, Wildnis, den Nationalpark und die Zusammenhänge einer nachhaltigen Entwicklung, heißt es weiter. Der Freundeskreis des Nationalparks Hunsrück-Hochwald unterstützt das Projekt. Michael Koch, 1. Vorsitzender des Vereins brachte am ersten Camp-Abend den Scheck vorbei. Die Verpflegung wurde mit 400 Euro vom Verein bezahlt. Der Freundeskreis unterstützt regelmäßig die Bildungsarbeit des Nationalparks.

 Auch ein Scheck wurde übergeben. Foto: Verena Sauerbrei

Auch ein Scheck wurde übergeben. Foto: Verena Sauerbrei

Foto: Verena Sauerbrei

Als Klimaschutzministerin Eder das Camp erreicht, sitzen alle Schüler gespannt auf ihren Plätzen an der Frühstücksbank. Ein Junge steht auf und überreicht Frau Eder ein Geschenk. Auf einem selbst ausgesägten Stück Holz hat er mit Kohle einen Willkommensgruß der Klasse 6d geschrieben. Katrin Eder freut sich über die herzliche Begrüßung. Sie nimmt einen frisch gekochten Kaffee aus der Feuerkanne von Rangerin Verena Sauerbrei entgegen und kommt mit den Schüler ins Gespräch. Die ersten Hände werden in die Luft gestreckt.

Die Schüler melden sich, sie haben viele Fragen an die Ministerin. Wie wird man Ministerin? Wie findet sie Elektro-Autos? Ist Windkraft besser als Solarenergie? Für eine Stunde übernimmt Ministerin Eder den Unterricht, bevor es für sie weitergeht an diesem Tag. Die Klasse 6d frühstückt noch in Ruhe zu Ende. Das Camp ist nach der einen Nacht leider schon vorbei. Die Zelte werden wieder abgebaut. Aber der nächste Nationalpark-Besuch steht schon im Klassenplan.