Berufsorientierungstag an der Gemeinschaftsschule in Türkismühle

Infotag für Jugendliche in Türkismühle : Der Schritt ins Leben nach der Schule

Die Gemeinschaftsschule Nohfelden-Türkismühle bietet den Tag der Ausbildungs- und Berufsorientierung in neuer Form.

Demnächst ist es wieder so weit. Jugendliche stehen nach Beendigung der Schulzeit vor dem „Next Step“ (nächster Schritt). Doch wie sind die Ausbildungs- und späteren Jobchancen in der Region sowie darüber hinaus? Beim nächsten Schritt der Schüler unterstützt nun die Gemeinschaftsschule Nohfelden-Türkismühle und die Gemeinde Nohfelden, indem sie die Jugendlichen mit Unternehmen, Behörden und Hochschulen in Kontakt bringt. Am Samstag, 29. Februar, von 10 bis 14 Uhr steigt in der Gemeinschaftsschule Nohfelden-Türkismühle (GMS) der Tag der Ausbildungs- und Berufsorientierung „Next Step“.

Informieren können sich die Bewerber unter anderem über Berufe in der IT-Branche, über kaufmännische Ausbildungen, kreative Jobs, soziale, öffentlich-rechtliche oder handwerkliche und technische Berufe und Praktika im In- und Ausland sowie über duale Studiengänge. „Wir starten das zum ersten Mal in dieser Form, welche den bisherigen Umfang einer Berufsinfomesse, die sich an eine Klassenstufe richtet, um einiges übersteigt“, sagt Lehrer Jörg Friedrich. Er koordiniert den schulischen Part, während bei Nadja Schmidt von der Nohfelder Gemeindeverwaltung Anmeldungen der Unternehmen eingehen. „Wir wollen die Vielfalt an Ausbildungsplätzen in allen Bereichen anbieten, und schaffen so eine Plattform für Betriebe, um sich mit wenig Aufwand präsentieren zu können“, erklärt Schmidt. Mittlerweile haben sich 37 saarländische und 16 Firmen oder Behörden aus dem rheinland-pfälzischen Landkreis Birkenfeld angemeldet. „Da ein Drittel der Schülerschaft aus dem benachbarten Rheinland-Pfalz unsere Schule besucht, ist das für uns ganz wichtig, auch die Region abdecken zu können“, meint Schulleiterin Monika Greschuchna. Erwartet werden 500 Gemeinschaftsschüler sowie weitere 200 Jugendliche aus den umliegenden Bildungseinrichtungen.

„Wir gehen weg vom klassischen Messecharakter und verteilen die Aussteller auf die Klassensäle“, erläutert Friedrich. Dazu seien bereits mehr als 50 Räume – nach Berufszweigen sortiert – verplant. Die Form der Präsentation werde den einzelnen Firmen selbst überlassen. Des Weiteren gibt es Vorträge von Vertretern der Arbeitskammer, der Kommunalen Arbeitsförderung, der Arge und vom Bundesfreiwilligendienst. Zusätzlich werden Lotsen der Klassenstufe 13 in die Großveranstaltung integriert sein. „Sie wissen, wo sich was im Schulgebäude befindet und sind den Jugendlichen bei der Suche nach dem jeweiligen Job oder Ausbildungsbetrieb behilflich“, ergänzt Friedrich. Im Unterricht wird der Tag zudem in den Klassenstufen an der GMS vorbereitet. „Die Schüler müssen sich ihre Nachweise bei den Unternehmen abholen“, so Schulleiterin Greschuchna.

„Next Step“ soll auch gleichzeitig eine Beratungsstelle sein, damit der Nachwuchs überhaupt herausfinden kann, welche beruflichen Neigungen und Interessen er hat. „Die persönliche Ebene wird dabei immer wichtiger“, meint Friedrich. So werden Firmenchefs und Auszubildende die Fragen der Schüler beantworten. Gerade bei noch Unentschlossenen kann der Dialog mit anderen jungen Menschen, die von ihren Erfahrungen berichten können, eine große Hilfe sein. Die Auswahl ist schließlich riesig. Denn mittlerweile hat sich auch auf dem Ausbildungsmarkt das Blatt gewendet. In vielen Bereichen der rund 350 anerkannten Ausbildungsberufen sind potenzielle Azubis Mangelware, nicht selten warten Chefs vergeblich auf Bewerbungen.