Beim Marsch kracht die Bühne

Eisen. Das Festzelt am Eisener Gemeindezentrum war vier Tage lang Mittelpunkt der Blasmusik. Nicht nur, dass die Original Buchwald-Musikanten zu ihrem 40. Geburtstag an zwei Abenden ihre Visitenkarte abgaben. Sie hatten auch viele Gäste, vor allem mehrere Blasorchester, die die insgesamt über 2000 Besucher mit Musik vieler Stilrichtungen und Varianten unterhielten

Eisen. Das Festzelt am Eisener Gemeindezentrum war vier Tage lang Mittelpunkt der Blasmusik. Nicht nur, dass die Original Buchwald-Musikanten zu ihrem 40. Geburtstag an zwei Abenden ihre Visitenkarte abgaben. Sie hatten auch viele Gäste, vor allem mehrere Blasorchester, die die insgesamt über 2000 Besucher mit Musik vieler Stilrichtungen und Varianten unterhielten. De Hofnarren aus Köln machten am Freitag den Auftakt mit einem zünftigen "Früh-Kölsch"-Abend. Das Originelle bei diesem Abend war, dass sich die Besucher ihr Kölsch frisch vom Fässchen direkt an den Tischen zapfen konnten. Die Kölner Band hatte soviel Humor und tolle Einfälle von der Rheinmetropole mitgebracht, dass die 300 Besucher echtes Sitzleder bekamen. Das Programm lief bis drei Uhr in der Frühe. "Die Letzten gingen um fünf Uhr", lachte Buchwaldchef Bernd Schüßler im Nachhinein. Der Samstag war für das Geburtstagskind reserviert. Die Original Buchwald-Musikanten bliesen sich vor 550 Gästen ("Das Zelt war gerammelt voll") den ganzen Abend quer durch ihr Repertoire, das sie das ganze Jahr über zu bieten haben. Viele bekannte Melodien waren dabei. Eingeladen hatten sie auch alle Musiker, die sich im Laufe der vergangenen 40 Jahre in der Kapelle betätigt haben. 47 waren gekommen und wurden geehrt, ebenso zehn aktive Musiker, die den Musikanten schon seit vielen Jahren treu sind. Ein kleiner Zwischenfall sorgte zunächst für einen großen Schrecken, kurz später jedoch für Erheiterung beim Publikum. Beim "Zillertaler Hochzeitsmarsch" brachen Bretter der Bühne zusammen, so dass sich einige Akteure "eine Etage tiefer" wiederfanden, gottlob, ohne sich zu verletzen. Ein buntes Musikprogramm wurde auch am Sonntag geboten. Die Musikvereine Eisen und Leiwen/Mosel gestalteten das Programm, die Ulfbachtaler Musikanten aus Belgien, die Bergmannskapelle aus Fell und schließlich die Buchwald Musikanten selbst. Die Tanzgruppe Eigenart aus Sommerloch bekam viel Beifall. Einen schönen Kehraus gab es dann am Montag. Die Gemeinde Nohfelden hatte zum Seniorennachmittag in das Zelt eingeladen. Nach ihren Besuchen am Samstag waren der St. Wendeler Landrat Udo Recktenwald und Nohfeldens Bürgermeister Andreas Veit noch einmal nach Eisen gekommen, um Grußworte zu sprechen und mitzufeiern. Siegmar Fritsch überraschte die Senioren mit seinen Zauberkünsten, die Eisener Seniorentanzgruppe mit sehenswerten Vorführungen und die Peterberger Volksmusikanten aus Braunshausen mit unterhaltsamen volkstümlichen Weisen. Abends kamen dann 300 Besucher ins Zelt, als die Gruppe Viera Blech aus Österreich in ihre Instrumente blies. Es waren aber nicht vier ("Viera"), sondern sieben Musikstudenten, die unter viel Beifall Proben ihres Könnens ablegten. Dank an Helfer"Besonders beeindruckt hat mich der starke Besuch an den vier Tagen", sagte der Chef der Buchwald-Musikanten, Bernd Schüßler. "Und, dass wir so viele Helfer hatten, die uns praktisch rund um die Uhr zur Verfügung gestanden haben." Die Eisener Kapelle macht sich nun am Samstag und Sonntag selbst auf die Reise. Es stehen Gegenbesuche bei den Ulfbachtaler Musikanten und bei der Feller Bergmannskapelle an. gtr