Bauzaun sichert Hohenburg-Ruine

Die Nordwand der Hohenburg-Festung auf dem Schlossberg befindet sich hinter Gittern. Grund ist eine Sanierungsmaßnahme der Stadt. Die Arbeiten sollen 30 000 Euro kosten und im Sommer abgeschlossen sein.

Seit einiger Zeit "ziert" ein Bauzaun die Nordwand der Ruine der Festung Hohenburg in Höhe des Parkplatzes am Ehrenmal auf dem Homburger Schlossberg. Im Gespräch mit unserer Zeitung erläuterte gestern Michael Emser, zuständiger Abteilungsleiter für die Denkmalpflege der Stadtverwaltung, die Hintergründe. "Zu Beginn des Jahres hat sich aus der betroffenen Nordwand ein etwas größerer Stein gelöst und ein Auto beschädigt." Grund dafür sei eine durch das Wetter und den nassen Winter bedingte Unterspülung eines Mauerstücks gewesen. "Der Abbruch des Steines ist also nicht einfach so passiert, sondern hatte einen konkreten Grund."

Nach einer Ortsbesichtigung habe die Untere Bauaufsicht (UBA) der Stadtverwaltung die Empfehlung gegeben, einen ausreichend breiten Streifen vor der Nordwand mit besagtem Bauzaun abzusichern. Emser: "Diese Absperrung haben wir nach Berechnungen so gestaltet, dass Sicherheit für Fußgänger und parkende Autos gewährleistet ist, dieser Bereich aber trotzdem noch als Parkfläche genutzt werden kann." Zeitgleich sei dann die Nordwand von einer Spezialfirma, die auch schon an der Sicherung der Schlossmauer in Blieskastel beteiligt war, nach weiteren, losen Steinen abgesucht und entsprechend bereinigt worden - "bereißen" lautet der Fachbegriff in der Bergmannssprache für dieses Entfernen loser Steine.

Nichtsdestotrotz blieb der Bauzaun auch nach dieser Sicherungsmaßnahme stehen. Und das nicht ohne Grund. Denn, so Michael Emser, die Nordwand stehe nun für eine umfangreichere Sanierungsmaßnahme an, rund 30 000 Euro wird sich die Stadt die Arbeiten kosten lassen. "Hier hat die Politik wirklich schnell reagiert und die Dringlichkeit der Maßnahme erkannt." Gegenwärtig ist die öffentliche Ausschreibung abgeschlossen, die Arbeiten sollen Ende Juni beginnen und Ende Juli abgeschlossen sein. "Wir werden mit zwei unterschiedlichen Verfahren die Sicherungsmaßnahme durchführen", erläuterte Emser. "Zum einen werden wir ein Netz über den Stein spannen, um künftige Abstürze zu vermeiden. Zum anderen werden wir Bereiche, unter denen Besucher herlaufen, mit Spritzbeton absichern."

Damit soll sich das Bild des Schlossbergs in diesem Bereich zur touristischen Hochsaison im Sommer wieder deutlich aufhübschen. Das macht für die Verantwortlichen im Rathaus mehr als Sinn, hat man doch erst im vergangenen Jahr mit einigem Aufwand einen neu konzipierten Rundweg über die Ruine der Hohenburg vorgestellt. Dessen Attraktivität wird durch die "Bauzaun-Romantik" am Fuß der Ruine gegenwärtig nicht gerade gefördert. Den Gästen will man sich natürlich im besten Licht präsentieren. Michael Emser: "Wir haben schon damit gerechnet, dass dieser neue Rundweg gut angenommen wird. Von einer solchen Resonanz sind wir aber doch überrascht. Deswegen schnüren wir jetzt das Gesamtpaket mit der Sanierung der Nordwand, und dann haben wir erst einmal Ruhe."