Bauschuttdeponie in Nohfelden: Umweltministerium prüft Schließung

Angst vor Gesundheitsgefahren : Steht die umstrittene Bauschuttdeponie in Nohfelden vor dem Aus?

Schon seit vielen Jahren kämpft die Bürgerinitiative Nohfelden gegen die Anlage Waldbach im Ortsteil Sötern. Jetzt scheint ihr Protest Erfolg zu haben.

Wie viel Platz hat die Bauschuttdeponie Waldbach in Nohfelden-Sötern noch? Das wollte die Bürgerinitiative Nohfelden immer wieder wissen und stellte regelmäßig Anfragen ans saarländische Umweltministerium. Nach Berichten des Saarländischen Rundfunks (SR) sollen Überprüfungen jetzt ergeben haben, dass die Deponie tiefer ausgeschachtet worden war als genehmigt. Es war nämlich aufgefallen, dass sich der verbleibende Platz für Schutt erhöhte. Das dem Ministerium unterstellte Landesamt für Umwelt und Arbeitsschutz (Lua) habe daraufhin ein Gutachten beauftragt. Sollte es keine Genehmigung geben, drohe die Schließung, heißt es in dem Bericht.

Erst im Februar dieses Jahres hatten sich Gegner der Deponie besorgt über den Zustand der Deponie gezeigt. Damals standen Teile der Anlage unter Wasser, hatten Umweltschützer beobachtet. Sie befürchteten, dass giftiges Asbest ausgeschwemmt werde und ins Grundwasser gelangen könnte. Eine Ministeriumssprecherin entwarnte aber. Es bestehe keine Gefahr.

Schon im Jahr 2013 hatte die Bürgerinitiative die Betriebsgenehmigung angezweifelt, war aber mit ihrem Anliegen gescheitert. Damals hieß es, die Erlaubnis sei unanfechtbar.

Mehr von Saarbrücker Zeitung