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Bald rollen die ersten Test-Züge

Bald rollen die ersten Test-Züge

Eiweiler. Am Donnerstagabend informierte (wie bereits kurz vermeldet) der Saarbahn-Projektleiter Daniel Bürtel im Eiweiler Ortsrat über den Stand der Bauarbeiten an der Trasse. "Die Arbeiten sind relativ weit vorangeschnitten, wir liegen voll im Zeitplan, wie wir ihn 2008 vorgegeben haben", sagte Bürtel

Eiweiler. Am Donnerstagabend informierte (wie bereits kurz vermeldet) der Saarbahn-Projektleiter Daniel Bürtel im Eiweiler Ortsrat über den Stand der Bauarbeiten an der Trasse. "Die Arbeiten sind relativ weit vorangeschnitten, wir liegen voll im Zeitplan, wie wir ihn 2008 vorgegeben haben", sagte Bürtel. So werden die Bauarbeiten im Teilabschnitt von Walpershofen nach Heusweiler-Marktplatz noch Ende dieses Jahres abgeschlossen sein. "Anfang nächsten Jahres werden wir dann die Abnahme der Strecke machen, dann Test- und Schulfahrten auf diesem Abschnitt durchführen. Mit der Inbetriebnahme des Streckabschnitts ist Mitte 2011 zu rechnen", so Bürtel. Und hinter Heusweiler? Der Streckenabschnitt von Heusweiler-Marktplatz bis nach Lebach wird in drei Bauabschnitte gegliedert: Vom Heusweiler Markplatz zum Eiweiler Viadukt, vom Viadukt zum Spitzeichtunnel und vom Tunnel zum Endpunkt Lebach-Jabach. Auf dem insgesamt neun Kilometer langen Streckenabschnitt stehen mit dem Viadukt und dem Spitzeichtunnel zwei große Bauwerke, deren Sanierung vorrangig betrieben wird (wir berichteten). Danach werden die kleineren Bauwerke, wie Haltepunkte und Brücken, in Angriff genommen. Millionen für den TunnelWie Bürtel ausführte, hat die Sanierung des Spitzeichtunnels im Mai dieses Jahres begonnen und soll Ende 2011 fertig sein. "Mit einem Auftragsvolumen von sechs Millionen Euro ist es eine sehr umfangreiche Sanierung", betonte der Projektleiter. Parallel dazu wird auch der Viadukt restauriert. "Die Arbeiten dieses unter Denkmalschutz stehenden Bauwerkes sind eng mit der Gemeinde und der Landesdenkmalbehörde abgestimmt", versicherte Bürtel. Die vorhandenen Bögen der Brücke werden saniert, der jetzige Stahlüberbau wird allerdings komplett abgebrochen und durch einen neuen, geschlossenen Überbau ersetzt. "Der alte Stahl ist spröde und nicht sanierungsfähig", begründete Bürtel die Maßnahme. Außerdem werden Betonbögen zwischen den Rundpfeilern errichtet, die sowohl gestalterische als auch statische Funktion haben: "Diese Bögen sind den ursprünglichen, im Krieg gesprengten Bögen nachempfunden", erklärte Bürtel. Saniert wird der noch stehende Buntsandsteinpfeiler des Viaduktes: "Der Auftrag war europaweit ausgeschrieben worden, eine Homburger Firma hat den Zuschlag erhalten. Sie wird in etwa zwei bis drei Wochen die Baustellen und eine Baustraße einrichten", so Bürtel. Eine Vollsperrung der Großwaldstraße wird es nicht geben, allerdings wird der Autoverkehr mittels Ampeln geregelt werden müssen. Ende 2011 soll der Viadukt vollständig restauriert sein. "Damit wären dann die beiden größten Bauwerke Ende 2011 fertig", kündigte der Projektleiter an. Alte Brücken bleibenAb 2012 werden dann die Haltestellen gebaut und die kleineren Brücken saniert. "Das sind alles Brücken, die vor 100 Jahren 'nach Gefühl' gebaut wurden. Wir haben sie alle untersucht, sie können stehen bleiben, aber es sind größtenteils sehr umfangreiche Sanierungsarbeiten notwendig", kündigte Bürtel an. Die erste Bahn soll 2013 durch Eiweiler nach Lebach fahren.