Astronom im Bergdorf

Die geheimnisumwitterte Sekte der Sonnenfleckler beruft sich auf die astronomischen Beobachtungen von Meister Mattheis. Der Zirkel ist der totalitären Regierung in Marc Graas' Krimi ein Dorn im Auge . . .

"Eiszeit" hat Marc Graas seinen neuen Kriminalroman genannt, den er am kommenden Mittwoch, 7. Mai, ab 19 Uhr im alten Pfarrhaus Bietzen vorstellt. Der Autor, von Beruf Psychiater, entführt seine Zuhörer ins Jahr 1983. Der junge Astronom Auguste Loculair wird von seiner Regierung eines mittel- oder osteuropäischen Kleinstaates in ein abgelegenes Bergdorf entsandt, um die historischen Hintergründe der Sonnenfleckler zu untersuchen, eine rätselhafte Sekte, die sich auf die geheimnisumwitterten Beobachtungen von Meister Mattheis beruft. Er hatte im 19. Jahrhundert mit seinem Teleskop Gesichter in der Sonne entdeckt, Gesichter, mit denen er er eine Art Eiszeit-Winter und später den Ersten Weltkrieg vorausgesehen hatte. Der junge Sternengucker erkennt rasch, dass die Sonnenfleckler dem totalitären Regime ein Dorn im Auge sind. Der Roman von Graas zeichnet auf zwei Zeitebenen die Hintergründe der Sekte nach, die ihren Kult auf die Studien und mystisch anmutenden Voraussagen des Laienastronomen Meister Matthei stützt. Graas verknüpft seine Kriminalromane mit psychologischen Elementen. So wirft er bei den Männern ein Licht auf die geheimen Aktivitäten einer grenzüberschreitend tätigen rechtsextremen Vereinigung.

Der Eintritt ist frei.