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Anwohner fürchten Belastungen durch Verkehr

Diskussion im Nohfelder Rat : Anwohner bemängeln Bebauungsplan

Zufahrt zu dem Ferienhausgebiet Sangheck in Eiweiler sorgt im Nohfelder Rat für Diskussion.

Naturschutzorganisationen, Energieversorger oder Behörden haben in der Regel die meisten Einwände gegen Bebauungspläne. In diesem Fall war es anders: Jede Menge Anwohner beschwerten sich über die geplante Zufahrt zu dem Ferienhausgebiet Sangheck in Eiweiler. Und sorgten mit ihren Einwänden sogar dafür, dass der Bebauungsplan geändert und nun noch einmal für einen Monat ausgelegt wird. Das hat der Nohfelder Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich beschlossen.

Konkret geht es um die Bewohner der Straße Zum Winterborn. Eine beschauliche Straße, die in der Regel nur von Anliegern genutzt wird. „In der Gemeinde Nohfelden sind vermutlich 98 Prozent der Straßen mehr belastet“, sagt auch Thomas Eisenhut, Geschäftsführer bei Argus-Concept. Das würde sich für die 65 Anwohner jedoch ändern, führe die Zufahrt zu dem geplanten Wochenendhausgebiet – wie zunächst vorgesehen – durch eben diese Straße. Die Anwohner halten die Straße für ungeeignet  als Zufahrtsstraße, weil sie nicht breit genug sei und noch nicht einmal Bürgersteige vorhanden seien. Sie regten an, doch die Gäste, die zu den Wochenendhäusern fahren wollen, über die Landesstraße 326 zu leiten.

Die Verwaltung ging auf die Kritik der Anwohner ein, modifizierte den Plan. Die neue Version sieht nun ein Verwaltungsgebäude für das Ferienhausgebiet vor; die Zufahrt erfolgt über die Landesstraße. Damit könne das eigentliche Ferienhausgebiet trotzdem möglichst verkehrsfrei bleiben, wie es der Investor vorsieht. Dort sollen nur Elektrocaddies verkehren. Möglich macht das ein zweigeschossiges  Parkhaus, das am Verwaltungstrakt errichtet werden soll. Rund die Hälfte des Verkehrs könne, so Eisenhut, dann über diesen Weg geführt werden.

„Warum können nicht alle diese Zufahrt nutzen“, fragt sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Eckhard Heylmann: „Das wäre für die Akzeptanz des Projektes ein großer Schritt.“ Wenn das der Fall sein solle, dann müsste das Parkdeck doppelt so groß sein, entgegnet Eisenhut. Das aber würde den jetzt schon siebenstelligen Betrag, den der Investor zusätzlich zahlen müsse, noch deutlich erhöhen. Damit sei dann die Wirtschaftlichkeit des gesamtes Projektes in Frage gestellt. Hinzu komme die massive Beeinflussung auf das Landschaftsbild.

Thomas Fries von der UBNN schaut auf den Plan und sieht dort locker noch Platz, um weitere Parkplätze zu errichten. Dem widerspricht aber Bürgermeister Andreas Veit (CDU): Der Investor habe sich um die Flächen bemüht; der Eigentümer sei jedoch an einem Verkauf nicht interessiert.