Anlauf für neue Leader-Runde

Völklingen und Großrosseln holen sich mit Klarenthal und vier Saargau-Gemeinden aus dem Kreis Saarlouis Verstärkung für eine weitere Förderung aus dem Leader-Programm der Europäischen Union ins Boot. Es geht um eine Summe von rund zwei Millionen Euro.

Die Gemeinde Großrosseln möchte auch in den kommenden Jahren von Zuschüssen aus dem europäischen Leader-Programm profitieren. Eine Bewerbung für die neue Förderperiode 2014 bis 2020 habe jedoch nur bei einer Vergrößerung der Leader-Region eine Chance. Im Vergleich zu den anderen Gebieten, so die Rückmeldung des Umweltministeriums, sei der Warndt zu klein.

Bisher arbeitete Großrosseln mit den Völklinger Stadtteilen Lauterbach, Ludweiler und Geislautern zusammen. In der nächsten Runde sollen nun Klarenthal, Wadgassen, Überherrn, Wallerfangen und Rehlingen-Siersburg mit ins Boot. Gemeinsam will man die neue Leader-Region Warndt/Saargau bilden.

"Das Umweltministerium wäre mit dieser Region einverstanden", erklärte Bürgermeister Jörg Dreistadt (SPD) am Donnerstagabend im Gemeinderat. Einstimmig wurde er beauftragt, mit den Partnern eine gemeinsame Bewerbung abzugeben und bei der Erstellung eines regionalen Entwicklungskonzepts mitzuarbeiten.

Vor dem Hintergrund der veränderten Gebietskulisse muss auch die Satzung des geplanten Zweckverbandes "Regionalentwicklung Warndt" geändert werden. Es macht keinen Sinn mehr, die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Warndt als Mitglied aufzunehmen. Der Verein, der sich nun auflöst, koordinierte bisher die Leader-Maßnahmen in der Region.

Diese Aufgabe wird nun vom Zweckverband übernommen. In ihm kooperieren der Regionalverband Saarbrücken, die Stadt Völklingen und die Gemeinde Großrosseln. "Der Zweckverband hat die Aufgabe, eine ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltige Regionalentwicklung im Warndt zu betreiben", heißt es in der Satzung. Einstimmig gab der Gemeinderat Großrosseln grünes Licht für die Gründung des Zweckverbandes und die Übernahme des Stammkapitals in Höhe von 4000 Euro.

Der Völklinger Stadtrat hatte bereits am Dienstagabend der Konzept-Änderung bei Leader einstimmig zugestimmt. Nur so, hieß es, könne man sich angesichts der Konkurrenz im Saarland behaupten. Neben der neuen Region Warndt/Saargau bewerben sich nun der Bliesgau, das St. Wendeler Land und der Kreis Merzig-Wadern für eine weitere Förderung. Laut Völklinger Stadtverwaltung wären bei einem Erfolg für die kommenden sieben Jahre Fördergelder in Höhe von von zirka zwei Millionen Euro für die Region gesichert.