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Anlage sorgt für Entwässerung von fast vier Hektar

Anlage sorgt für Entwässerung von fast vier Hektar

Da die Entwässerungsrinne am Rastplatz Sötern-Nord nicht mehr saniert werden konnte, musste sie komplett erneuert werden. Dies ist nun unter Beachtung der neusten Bestimmungen erfolgt. Sie ist die erste dieser Art im Saarland.

Sie war in die Jahre gekommen, die Entwässerungsanlage, die am Rastplatz Sötern-Nord der Autobahn A 62 Oberflächenwasser auf einer Fläche von 3,6 Hektar von Autobahn und Parkplatz abgeleitet und in den Feckersbach geführt hat.

Schadstellen in der Wasserrinne führten zur Durchnässung des Böschungsfußes und stellten die Standsicherheit des Hangs in Frage. Für 420 000 Euro wurde die Anlage jetzt komplett erneuert.

Mit einer schlichten Sanierung der alten Rauhbettrinne sei ein solches Problem heutzutage nicht mehr zu lösen, heißt es in einer Pressemitteilung des Landesbetriebes für Straßenbau . Das aktuelle Wasser- und Naturschutzrecht stelle an den Ersatz bestehender Entwässerungsanlagen hohe Anforderungen. Wo seit Jahren Oberflächenwasser über ein Rinnensystem geführt und dem Gefälle folgend in den Bach geleitet wurde, sei heute eine moderne Anlage notwendig, die das Oberflächenwasser vor der Einleitung in den Bach reinige.

Bisher einmalig im Saarland

Die neue Wasserrinne erfüllt die aktuellen Richtlinien.

In Sötern wurde eine erste an den heutigen Rechtsrahmen angepasste Behandlungsanlage an saarländischen Autobahnen errichtet. Es galt, die Ableitung von 486 Litern Niederschlagswasser pro Sekunde sicherzustellen. Davon müssen mindestens 162 Liter pro Sekunde durch ein Reinigungssystem fließen. Das vom Landesbetrieb für Straßenbau gewählte Produkt hat eine maximale Leistungsfähigkeit von 245 Litern, wodurch eine gewisse Leistungsreserve für etwaige Flächenerweiterungen zur Verfügung steht. Das Wasser wird in der neuen Entwässerungsanlage zunächst in einen Lamellenklärer geführt, der den Abfluss von Leichtstoffen oder mineralischen Kohlenwasserstoffen verhindert und das Absetzen von Schwebstoffen ermöglicht.

Danach wird das gereinigte Wasser in einem Schachtbauwerk gefasst, über Kaskaden den 34 Meter hohen- und 50 Meter langen Hang hinunter zu einem Absturz- und einem Umlenkschacht geleitet, der das Wasser in ein Beruhigungsbecken führt.Hier wird es an die Fließgeschwindigkeit des Feckersbachs angeglichen und dort hinführt.

Der Umlenkschacht minimiert zudem, die durch den Bau der Anlage nötige, naturnahe Verlegung des Bachbetts. Neben den Kaskaden wurde abschließend auf so genannten Sauberkeitsstreifen Rasen gesät.

Die für den Bau gerodeten Flächen werden standortgerecht neu bepflanzt. Auch die Baustraße wurde überdeckt und mit Schotterrasen angedeckt. Damit wurden alle naturschutzrechtlichen Vorgaben erfüllt.

In die Baumaßnahme hat der Landesbetrieb für Straßenbau bei eigener Planung 420 000 Euro aus Mitteln des Bundes investiert.