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andesligist SG Bostalsee und Thomas Holz verlängern Vertrag nicht

Fußball : SG Bostalsee ist auf der Suche nach neuem Trainer

Fußball-Landesligist SG Bostalsee und Spielertrainer Thomas Holz haben in beiderseitigem Einvernehmen entschieden, den zum Saisonende auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Wer sein Nachfolger wird, steht derzeit noch nicht fest.

Nach vier Jahren wird im kommenden Sommer Schluss sein: Spielertrainer Thomas Holz und Fußball-Landesligist SG Bostalsee trennen sich nach dieser Saison. Diese Entscheidung fällten der Verein und der ehemalige Oberligaspieler des SV Hasborn kürzlich in beiderseitigem Einvernehmen.

„Thomas hat bei uns hervorragende Arbeit geleistet, deshalb hatten wir auch überlegt, ob wir den Vertrag noch verlängern. Aber wir hatten dann doch den Eindruck, dass das Ganze sich etwas abgenutzt hat“, sagt Jan Herder vom Team Sportliche Leitung der SG. „Thomas hat das auch selbst so gesehen.“

Holz findet, dass jetzt der beste Moment für beide Seiten gekommen sei, um für frischen Wind zu sorgen. „Ich bin der Meinung, dass nach vier Spielzeiten, in denen wir viel Erfolg hatten, für mich die Zeit gekommen ist, eine neue Herausforderung zu suchen. Von daher hätte ich in keinem Fall weitergemacht.“

Der 35-Jährige, der bei der SG seine erste Spielertrainer-Stelle angetreten hatte, war mit der Spielgemeinschaft gleich in seiner ersten Saison überraschend Meister der Landesliga Nord geworden. „Damals haben uns manche nach einem Umbruch als Abstiegskandidat gesehen – und dann sind wir Meister geworden. Daran war zu erkennen, dass man auch mit einer jungen Mannschaft etwas erreichen kann“, blickt Holz zurück.

In der Verbandsliga musste Bostalsee dann aber direkt wieder absteigen. Vergangene Saison wurde dem Team vom See durch den coronabedingten Saisonabbruch die Möglichkeit genommen, noch den Wiederaufstieg zu schaffen. Als der Ball ruhen musste, war Bostalsee Tabellendritter – mit fünf Zählern Rückstand auf Relegationsplatz zwei.

Nur in der aktuellen Spielzeit lief es nicht ganz nach Wunsch. Zur Winterpause ist das Team mit sieben Zählern aus sechs Begegnungen lediglich Tabellenelfter. „Ich bin mir aber sicher, dass wir noch in die vordere Tabellenhälfte klettern können“, sagt Holz. „Die Qualität im Kader dafür haben wir allemal. Von der Trainingsbeteiligung und dem Ehrgeiz kann ich der Mannschaft auch absolut keinen Vorwurf machen. Nur in den Spielen hat in den entscheidenden Momenten oft ein wenig die Sicherheit gefehlt.“

Da erst wenige Partien absolviert wurden, ist das Feld in der Landesliga Nord noch dicht beisammen: Der Tabellenvierte FC Blau-Weiß St. Wendel hat gerade einmal drei Zähler mehr als Bostalsee. In der Rückrunde kann Holz auch wieder auf dem Feld mitwirken. Wegen eines schmerzhaften und langwierigen Muskelfaserrisses an der Ferse stand der defensive Mittelfeldspieler bislang in der aktuellen Spielzeit noch keine Minute auf dem Feld.

Wer in der kommenden Saison den 35-Jährigen in der sportlichen Verantwortung am Bostalsee beerben wird, ist noch offen. Herder: „Es gab schon Gespräche mit Kandidaten, Namen möchte ich aber keine nennen. Wir sind sowohl für einen Spielertrainer, wie auch für einen Trainer der an der Außenlinie steht, offen.“

In der nächsten Spielzeit stehen der SG Bostalsee übrigens zwei Rasenplätze als Spielstätte zur Verfügung. Neben dem Naturrasen des SC Bosen wird die Spielgemeinschaft dann auch einen neuen Rasen beim FV Gonnesweiler nutzen können. Dort haben die Umbauarbeiten des Hartplatzes zu einem sogenannten „Winterrasen“ begonnen, nachdem die Politik zuvor „grünes Licht“ für die entsprechenden Fördermittel gegeben hatte (wir berichteten).

„Die Bohrung eines Brunnens, mit dem der Platz später bewässert wird, ist mittlerweile erfolgreich durchgeführt worden. In den kommenden 14 Tagen soll noch eine Zisterne gesetzt werden“, verrät Herder, der auch Vorsitzender des FV Gonnesweiler ist.

Der Brunnen ist wichtig, um die Unterhaltungskosten für den Verein im Rahmen zu halten. „Ein Winterrasenplatz ist wasserdurchlässiger als ein normaler Rasen“, berichtet der Vorsitzende. Das hat den Vorteil, dass in der kalten Jahreszeit Feuchtigkeit schneller abzieht, wodurch das Geläuf das ganze Jahr über bespielbar ist. Umgekehrt sorgt diese Eigenschaft aber auch dafür, dass das Grün in den Sommermonaten mehr bewässert werden muss.

In den kommenden Wochen will der Verein, der 2021 seinen 100. Geburtstag feiert, nun noch – größtenteils in Eigenregie – die bestehende Drainage erneuern. Danach wird im Frühjahr des kommenden Jahres die Baufirma anrücken. „Im Spätsommer 2021 soll der Platz dann bespielbar sein. Wann genau, das ist auch ein wenig witterungsabhängig“, erklärt Herder.