Am Staudamm geht's voran

Bosen. Die Sanierung des Staudamms am Bostalsee ist in vollem Gange. Wie weit die Arbeiten bis zum jetzigen Zeitpunkt vorangeschritten sind, was noch gemacht werden muss und welchen Zweck die Umbauarbeiten haben, darüber konnten sich die Bürger am vergangenen Sonntag beim großen Informationstag direkt am Staudamm informieren

Bosen. Die Sanierung des Staudamms am Bostalsee ist in vollem Gange. Wie weit die Arbeiten bis zum jetzigen Zeitpunkt vorangeschritten sind, was noch gemacht werden muss und welchen Zweck die Umbauarbeiten haben, darüber konnten sich die Bürger am vergangenen Sonntag beim großen Informationstag direkt am Staudamm informieren. "Es waren wirklich viele Leute da, trotz des Regens", freut sich Daniela Maslan-Mayer vom Freizeitzentrum Bostalsee. "Die Besucher waren sehr aufmerksam bei den Führungen dabei, haben eifrig Fragen gestellt und auch mal über die Arbeiten diskutiert." Zunächst hatte der Baudirektor des Landkreises St. Wendel Klaus Bonaventura den Besuchern erläutert, was am Staudamm verändert wird, welche Materialien verwendet werden und welche Vorteile der neue witterungsunabhängige Damm bringt. Denn dadurch entfallen künftig die aufwendigen und immer wieder notwendigen Verbesserungsarbeiten am Asphaltbelag des Dammes. Bei den knapp 20-minütigen Führungen über den begehbaren Teil des Staudamms auf der Gonnesweilerer Seite schauten sich die Gäste dann die zuvor vorgestellte Theorie in der Praxis an. "Wir haben die Sanierungsmaßnahmen von Anfang an verfolgt", erzählt Toni Schank aus Bosen vor der Führung. "Wir wohnen ja ganz in der Nähe und wollen uns jetzt mal informieren, was hier so gemacht wird." Michael Wagner aus Gonnesweiler, das direkt hinter dem Staudamm liegt, ist zufrieden: "Das war wirklich sehr informativ, Herr Bonaventura hat das echt prima gemacht und alles sehr gut erklärt. Da ich in Gonnesweiler wohne, bin ich mit dem Projekt stark konfrontiert. Jetzt weiß man, wie die Arbeiten aussehen und dass die Sicherheit weiterhin gewährleistet ist." Bei der Erneuerung der Dammkrone wird nämlich die Abdichtung des 23 Meter hohen Staudammes des 1979 in Betrieb genommenen Sees oberhalb der Wasserlinie erneuert und in den Damm verlegt. Mit Erde und Wasserbausteinen wird sie so vor Wellen und der Witterung besser geschützt. Gleichzeitig wird eine Betonspundwand in die Dammkrone eingezogen, und es werden Teile der Dammkrone abgetragen. Damit wird Platz für einen zweiten Weg über den Damm geschaffen. Die Arbeiten an dem rund 600 Meter langen Staudamm, dessen Sanierung über 4,5 Millionen Euro kostet, werden voraussichtlich im Herbst so weit vorangeschritten sein, das mit dem Wiederanstau des Sees begonnen werden kann. bi