Am Ende dürfen beide jubeln

Im letzten Relegationsspiel zur Fußball-Landesliga fielen am Mittwochabend keine Tore. Obwohl SV Kirrberg schon als Aufsteiger feststand, gaben die Gastgeber gegen den SC Wemmetsweiler vor 450 Zuschauern Gas. So jubelten am Ende alle.

Die teilweise skurrile und undurchsichtige Aufstiegsregelung des Saarländischen Fußball-Verbandes führte auch am Mittwochabend auf dem Kirrberger Hartplatz am Lerchenhübel zu merkwürdigen Szenen nach dem Abpfiff. 0:0 trennten sich Gastgeber SV Kirrberg und der SC Wemmatia Wemmetsweiler. Das reichte beiden Fußball-Bezirksligisten zum Aufstieg in die jeweiligen Landesligen, und so gab es auf beiden Seiten Jubel.

Kirrberg schloss die Dreier-Runde nach der 4:5-Niederlage beim FC Lautenbach am Sonntag als Schlusslicht ab, darf aber in die Landesliga Ost aufsteigen, weil dort der 16. Platz noch frei ist. Wemmetsweiler hat bereits am vorletzten Mittwoch den FC Lautenbach mit 3:1 bezwungen und die Aufstiegsrunde somit gewonnen. Der FC Lautenbach muss in der Bezirksliga St. Wendel bleiben.

450 Zuschauer sahen ein mäßiges Spiel fast ohne Torraumszenen, aufgrund der Konstellation gab es viel Ballgeschiebe. Immerhin hatte Kirrbergs Michael Junkes nach einer halben Stunde eine Kopfball-Chance. Wemmetsweilers Sven Eiden verpasste nach der Pause mit einem Freistoß und einem Kopfball die Gäste-Führung, die auch Maximilian Dörr nach einer Einzelaktion auf dem Fuß hatte (63.). Kirrberg beendete die Partie nach einer Roten Karte wegen Schiedsrichterbeleidigung für Torwart Michael Wilhelm in Unterzahl.

"Nach dem Sieg über Lautenbach wussten wir ja, dass ein Remis oder eine knappe Niederlage reicht", sagte Wemmetsweilers Trainer Markus Eckert. Sein Kapitän Yannick Fell bescheinige Kirrberg eine faire Haltung. "Sie haben nicht zurückgezogen, wir mussten schon was tun, um den Punkt mitzuholen."

Kirrbergs Trainer Dirk Schneider sagte: "Meine Spieler und ich haben erst unmittelbar nach Spielschluss erfahren, dass wir endgültig aufgestiegen sind. Wir haben wie in Lautenbach das Spiel mit voller Konzentration angehen wollen, aber zum Sieg hat es nicht gereicht." SVK-Spieler Dominique Steiner ergänzte: "Durch das ganze Hin und Her war es nicht einfach, sich zu motivieren. Aber nachdem wir in Lautenbach einen Rückstand gedreht haben und heute mit Patrick Steiner und Sascha Zott zwei schwerwiegende Ausfälle verkraften mussten, haben wir es gut hinbekommen."