Als Nächstes ist die Bodenplatte dran

Als Nächstes ist die Bodenplatte dran

Vor gut sieben Monaten rollten die Bagger an der Parkschule Jägerstraße an, um einen Trakt des alten Schulgebäudes abzureißen. Viel zu sehen gibt es auf der Baustelle seither nicht. Zeit für eine Zwischenbilanz.

Den sanierten Altbau (links) soll ein heller Mitteltrakt mit Bistro und Aufenthaltsbereich mit dem noch zu errichtenden Neubau (rechts) verbinden. Grafik: Stadt Neunkirchen.

Erdhaufen, wo einst ein Teil der Schule stand - so oder so ähnlich ließe sich der Anblick durch den Bauzaun an der Parkschule in der Neunkircher Jägerstraße derzeit beschreiben. Am Standort wird der verbliebene Altbau in der Falkenstraße saniert. Ein Neubau und ein Verbindungtrakt zwischen beiden Gebäuden sind geplant. 2016 soll hier dann die Gebundene Ganztagsschule einziehen. Die Schulform war mit dem neuen Schuljahr im "Wiebelskircher Exil" gestartet (wir haben berichtet).

Der erste Eindruck, dass auf der Baustelle in der Jägerstraße noch nicht allzu viel passiert ist, trügt. Zwar ruhen derzeit die Arbeiten auf dem Gelände, wie die Stadt Neunkirchen jetzt auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte. Allerdings seien seit dem Abriss des Gebäudes bereits 130 sogenannte Rammpfähle aus Gusseisen ins Erdreich getrieben und andere Erdarbeiten durchgeführt worden. Die Pfähle reichen in Tiefen zwischen zwei und neun Metern bis zu einem tragfähigen Untergrund und werden später Fundamente und Bodenplatte des Neubaus tragen. Die Arbeiten, so die Stadt, sollen in Kürze wieder aufgenommen werden. "In diesem Jahr wird die Bodenplatte mit den Versorgungsleitungen umgesetzt", heißt es aus dem Rathaus. Außerdem werden die gelagerten Erdmassen abgetragen. Wenn das in ein paar Monaten erledigt ist, "wird die Baustelle bis zur Weiterführung im Jahr 2015 gesichert". Dann wird der Rohbau inklusive Dach und Fenstern folgen.

Gut 4,3 Millionen Euro lässt sich die Stadt den künftigen Standort der Gebundenen Ganztagsschule in Neunkirchen kosten. 2,6 Millionen Euro entfallen auf den Neubau, 800 000 Euro auf die Sanierung des Altbaus, 400 000 Euro für Erschließung, Außenlagen und Ausstattung. Gut eine halbe Million ist für sonstige Nebenkosten eingeplant. "Die Parkschule ist eine Investition, die ohne Förderung zustande kommen muss", betonte Oberbürgermeister Jürgen Fried (SPD) erneut. Zwar sei es richtig, den Ausbau seitens des Landes zu fordern, allerdings würden die Kommunen auf den Investitionskosten und 50 Prozent der Personalkosten sitzen bleiben. "Dies ist im Übrigen der Strickfehler bei der Ganztagsbetreuung im Saarland", so Fried.

Gebaut wird in Neunkirchen trotzdem. Unvorhergesehen Probleme gab es dabei bisher nicht. Die Tragfähigkeit des Untergrundes sei frühzeitig geprüft worden, sodass man sich für die Pfahlgründung entschieden habe. Den anvisierten Fertigstellungstermin im Jahr 2016 wird man halten können. Dann kann die Schule aus Wiebelskirchen zurückkommen und das neue Gebäude beziehen.

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