744 000 Euro für die neue Musikschule

744 000 Euro für die neue Musikschule

Derzeit entsteht in Erbach die neue Musikschule der Stadt. Insgesamt werden 4,7 Millionen Euro investiert. Von Innenministerin Monika Bachmann gab es gestern einen Scheck in stattlicher Höhe aus dem Programm „Stadtumbau West“.

Innenministerin Monika Bachmann hatte gestern 744 000 gute Gründe, Homburg einen offiziellen Besuch abzustatten. Aus dem Programm "Stadtumbau West" übergab sie einen Scheck in eben dieser Höhe. Damit werden die aktuell laufenden Bauarbeiten an der neuen Musikschule in Erbach mitfinanziert, die Gesamtkosten belaufen sich auf 4,7 Millionen Euro.

Homburgs Bürgermeister Klaus Roth, der gemeinsam mit dem hauptamtlichen Beigeordneten Rüdiger Schneidewind symbolisch die Fördermittel entgegennahm, sprach folgerichtig von einem "ganz besonders erfreulichen Anlass", der die Ministerin nach Homburg geführt habe. "Dabei ist es nicht nur die Summe an sich, über die wir uns freuen, sondern insbesondere der Zweck." Denn, so Roth zur Begründung: "Wir haben vor vielen Jahren das ehemalige Landesauffang-Lager an der Lappentascherstraße gekauft." Dort habe man schon früh damit begonnen, unterschiedliche Einrichtungen mit sozialer Prägung zu schaffen. Dem folge nun der Umzug der Musikschule nach Erbach. Schneidewind stellte diesen Umzug auch in einen inhaltlichen und räumlichen Kontext mit dem nahe gelegenen Awo-Kinderhaus Du Bonheur. Dieses nutze gemeinsam mit der Musikschule den Pavillon des Musikschul-Neubaus.

Klaus Roth würdigte in diesem Zusammenhang das Engagement des gegenwärtig erkrankten Oberbürgermeisters Karlheinz Schöner, der die Entwicklung der Fläche an der Lappentascherstraße und den Umzug der Musikschule, inzwischen getragen von einer stadteigenen GmbH, "nicht auf die lange Bank geschoben hat". Roth machte auch klar, dass es nur angemessen sei, mit dem Umzug der Musikschule aus der Stadtmitte nach Erbach den größten Homburger Stadtteil aufzuwerten. "Das bringt aus unserer Sicht zum Ausdruck, dass die Stadtverwaltung an einer gedeihlichen und gleichmäßigen Entwicklung der gesamten Stadt interessiert ist."

Monika Bachmann lobte am Rande der Übergabe und mit Blick auf das Engagement des Saarpfalz-Kreises in Erbach die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kreis. Das machte durchaus Sinn, nahm doch auch Landrat Clemens Lindemann an der Pressekonferenz gestern teil. Bachmann: "Mir fällt diese gute Zusammenarbeit persönlich positiv auf." Mit Blick auf die Förderung des Neubaus der Musikschule als Teil des Städtebau-Förderprogramms "Stadtumbau West" sagte Bachmann: "Solche Musikschulen sind Zukunft, dort wachsen junge Menschen heran." Aus ihrer persönlichen Erfahrung kenne sie viele gute Beispiele dafür, "dass junge Menschen nicht nur von der Straße geholt werden, wenn sie ein Musikinstrument erlernen. Sie werden auch fürs Leben geprägt".

Derzeit laufen die Bauarbeiten für die neue städtische Musikschule in Erbach. Foto: Thorsten Wolf. Foto: Thorsten Wolf

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Auf einen Blick Das Förderprogramm "Stadtumbau West" soll Kommunen in den alten Bundesländern dazu befähigen, mit städtebaulichen Maßnahmen dem demographischen Wandel zu begegnen. Inzwischen werden insgesamt 413 Kommunen unterstützt. Von 2004 bis einschließlich 2012 wurden dabei insgesamt rund 563 Millionen Euro Bundesfinanzhilfen für Stadtumbau-Maßnahmen eingesetzt. thw

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