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32. Prunksitzung beim KKV Mir senn gudd droff Eisen

Kappensitzung Eisen : Im Moulin Rouge sind die Tanzmäuse los

Bei der Prunksitzung in Eisen bewiesen die Akteure neben Humor auch jede Menge Anmut und Grazie.

Getreu dem Motto „Im Moulin Rouge mit Musik und Glanz, wagt der KKV einen närrischen Tanz“ eröffnete der Elferrat die Prunksitzung vor ausverkauftem Haus. Tänzerisch ging es nach der Begrüßung durch das Moderator-Dreigestirn Kerstin Jenet-Molter, Lara Korb und Michael Heylmann weiter. Die Mini-Garde tanzte sich in ihren Bordeauxrot-weißen Kostümen in die Herzen der Zuschauer.

Der erste humoristische Akt des Abends wurde von Janina Malburg und Sabine Röder – alias „Datt Ähn un datt Anner“ bestritten. „Stell Dir mol vor, em Radio hann se gebrung, dass die Merkel em Putin en de Arsch träre wollt“, erzählte das Ähn. „On? Hatt se ett gemacht?“ fragte das Anner. „Eich glab net, weil die AKK zu ihr gesaaht hat, do muschd de awwer offbasse, dass de em Schröder net et Nasebähn brecht.“ So erfuhr das geneigte Publikum denn auch, was der Unterschied zwischen einem Schlips und einem Kuhschwanz ist: „Der ähn bedeckt das ganze Arschloch.“

Nach einer Schunkel-Einlage mit dem Alleinunterhalter Elmar Groß kam dann die Große Garde zu ihrem Auftritt. Eigentlich gab es gar nicht genügend Mitstreiterinnen, aber man hatte flugs zwei Wochen vor der Sitzung beschlossen, die Ehemaligen zu reaktivieren und so fanden sich nicht nur die aktuellen Gardemädchen, sondern auch viele ehemals aktive Tänzerinnen auf der Bühne und zeigten, dass sie noch nichts verlernt hatten.

Aus der Eisener Fasenacht nicht wegzudenken, ist das karnevalistische Urgestein Helmut Jenet. Bis vor zwei Jahren war er der Sitzungspräsident der Prunksitzung. Aber so ganz kann er die Fasenacht nun doch nicht lassen und bereicherte als Narr in der Bütt das Programm. „Die Hänn hoch, de Mund off und mir rufe Alleeeh Hopp“, intonierte er lautstark den närrischen Schlachtruf und dem konnte sich im Saal niemand entziehen. Sichtlich wohl fühlte sich der Ehrenpräsident in seiner neuen Rolle als einfacher Narr und genoss es, so richtig vom Leder zu ziehen. So hatte sein Kumpel Karl-Heinz auf einer Radtour eine Biene überfahren. „Du krischt jetzt als Stroof ähn Johr kei Honig mie“, verkündete er entschlossen. „Hunnerd Meter weirer, hann isch e Vohl iwwerfahr. Do saht de Karl-Heinz: Soll ich’s deiner Fraa sahn, oder sahschte ihrs selwer?“

Nach der Pause ging es musikalisch weiter und das Trio Ohrenschmalz ließ sich über den Funkenmariechen-Burnout und die Lyoner-Liebe aus. Als Oma und Opa standen Helmut Jenet und Ursula Georg zum zweiten Mal auf der Bühne. „Her mol Alter, kannschd Du mir helfe abzenemme?“, fragte die Oma. „Eijo – du muschd nur meh Radio heere. Ich han neilich geheert, seit es das Fernsehen gibt, haben die Radiohörer deutlich abgenommen“, so der pfiffige Opa.

Mehr oder weniger außerirdisch ging es bei der Showtanzgruppe zu. Futuristisch, aber nicht weniger beschwingt rockten die Mädels die Bühne. Als Gast begeistere Nico Berang vom VSL-Regionalbezirk St. Wendel die Narrenschar mit seinen Ein- und Ausblicken auf ein Leben als Polizeipolizischt.

Als SUSI – Super-Schwester-Imitation – eröffneten Ursula Georg und Michaela Heub-Schneider als Krankenschwestern der Zukunft Perspektiven in die vor uns liegende medizinische Versorgung. Geradezu erotisch ging es dann zu, als die Jungs vom Männerballett als Burleske-Tänzerinnen dem Motto des Abends „Moulin Rouge“ alle Ehre machten. Vor so viel Grazie konnten die Gäste nur die närrischen Hüte ziehen und nach Zugaben schreien. Die Spatzelruther Katzen letztendlich führten die Prunksitzung zum Finale und es durfte gefeiert werden, bis die Kräfte schwanden.