Sturmtief wirft mit Ästen

Der erste Herbststurm der Saison hat auch den Kreis St. Wendel getroffen. Laut Polizei ist aber alles glimpflich verlaufen. Es wurde niemand verletzt. Den größten Schaden richtete ein umgestürzter Baum in Namborn an: Teile der Gemeinde waren drei Stunden lang ohne Strom.

Gonzales - eigentlich ein rassiger Name. Doch das gleichnamige Tief setzte am Dienstag den letzten Sommergefühlen nach einem herrlich warmen Wochenende ein jähes Ende. Denn Gonzales brachte niedrigere Temperaturen, viel Regen und den ersten Herbststurm der Saison mit sich. Gonzales geht übrigens zurück auf den Namen Gundisalvus und gund wiederum ist Althochdeutsch für der Kampf.

Und gekämpft haben die Einsatzkräfte ab Dienstagnachmittag - hauptsächlich mit umgestürzten Bäumen (wir berichteten kurz). Das Positive: Es wurde im Kreis St. Wendel niemand verletzt. Gernot Müller, Chef der Türkismühler Polizei , spricht von einem "glimpflichen Ausgang für die Region". Neben umgestürzten Bäumen und Ästen, die auf Straßen lagen, vermeldet Müller noch ein umgestürztes Baustellengitter in Otzenhausen. Außerdem wurde auf der A1 die Baustellen-Beschilderung fortgeweht.

Neun Einsätze zählte Feuerwehr-Sprecher Dirk Schäfer gestern Morgen für seine Kollegen. Am Dienstagnachmittag ging es für die Feuerwehr plötzlich Schlag auf Schlag. Umgestürzte Bäume in Sötern, Oberthal, Lindscheid, Mosberg-Richweiler, Tholey und zuletzt in Walhausen.

Am folgenschwersten für die Anwohner war ein umgestürzter Baum in der Goethestraße in Namborn . Der traf nämlich eine Überlandleitung und sorgte gegen 17.15 Uhr für Stromausfall in Namborn , Baltersweiler sowie Hofeld-Mauschbach. Der große Stromausfall habe etwa 45 Minuten gedauert, informiert Schäfer. Danach seien noch Teile von Namborn oder das Gewerbegebiet in Hofeld-Mauschbach betroffen gewesen. Hier mussten die Anwohner teilweise bis nach 20.30 Uhr ausharren, bis wieder Strom da war.

Der fehlte auch auf dem Winkenbacher Hof in St. Wendel . Ursache war hier allerdings kein umgestürzter Baum. Die Feuerwehr setzte einen Stromerzeuger ein, damit die Kühe gemolken werden konnten. Mit Laub bedeckt fand ein Autobesitzer in Hasborn seinen Wagen wieder. Ein Baum beziehungsweise dessen Äste waren auf das Auto gestürzt. Nach Angaben des Feuerwehr-Sprechers hatte der Besitzer Glück im Unglück. Es entstand lediglich Schaden am Lack des Fahrzeugs.

Auch im Zuständigkeitsbereich der St. Wendeler Polizei wurden die Beamten mehrfach in Sachen Wind alarmiert. Los ging es bereits am Dienstagnachmittag mit einem vom Sturm umgewehten Stop-Schild am Brückenkopf in Oberlinxweiler. Gegen 20.31 Uhr wurde die Polizei verständigt, weil Äste auf der L 134 zwischen Selbach und Gronig lagen. Letzter Einsatz war kurz vor 1 Uhr in der Nacht. Beamte entfernten einen Ast von der Landstraße zwischen Freisen und Baumholder.