Stammschau des Geflügelzuchtvereins in Namborn

Geflügelschau in Namborn : Von Barthühnern, Zwergkämpfern und Laufenten

105 Tiere wurden von ihren Züchtern bei der Stammschaun in Namborn präsentiert. Vom Preisrichter gab es viel Lob.

Es gackerte, krähte, schnatterte und gurrte aus allen Ecken und Kanten, als der Geflügelzuchtverein Namborn gemeinsam mit dem Kreisverband der Rassegeflügelzüchter St. Wendel seine erste Stammschau in der Schulturnhalle in Namborn eröffnete. 19 Züchter aus den Landkreisen St. Wendel und Neunkirchen präsentierten in der Schulturnhalle in Namborn 35 Stämme verschiedener Rassen und Farbenschlägen. Ein Stamm besteht aus einem Hahn plus zwei Hennen. Der Preisrichter Jürgen Klitzke aus Gebroth bei Bad Kreuznach musste 105 Tiere unter die Lupe nehmen. Er vergab unter anderem vier Mal die Tageshöchstnote hervorragend und 23 Mal die Note sehr gut. Hinzu kamen Ehren- und Zuschlagspreise.

„Nach der klassischen Lokalausstellung mit Ermittlung der Vereinsmeisterschaft und der kreisoffenen Hahnenschau haben wir uns diesmal mit der Stammschau für eine etwas andere Geflügelschau entschieden“, sagte der Vorsitzende des Geflügelzuchtvereins Namborn, Gerald Hoffmann. Im Digitalalter wirke es schon etwas antiquiert, sich mit Kleintierzucht zu befassen. Doch die immer wiederkehrenden Lebensmittelskandale sollten mehr Mitbürger dazu bewegen, wieder Rassegeflügel im tiergerechten Freiland für den Eigenbedarf zu halten. So wüssten die Menschen, woher ihre Nahrungsmittel kommen. „Ich hoffe, dass sich in unseren Reihen auch weiterhin Idealisten finden, die sich um die Erhaltung der verschiedensten Geflügelsparten bemühen und die Tradition unseres 1952 gegründeten Geflügelzuchtvereins nicht nur erhalten, sondern fortführen“, so Hoffmann.

Der stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes saarländischer Rassegeflügelzüchter, Wolfgang Danner, lobte die Aktivitäten seiner Kollegen im Kreisverband St. Wendel und überreichte dem Namborner Verein ein Ehrenband. Auch Namborns Bürgermeister Sascha Hilpüsch (SPD) und Namborns Ortsvorsteher John Gräßer lobten das Engagement der Geflügelzüchter.

„Auch die Geflügelzuchtvereine mit ihrer idealen Freizeitbeschäftigung sind ein aktiver und unverzichtbarer Bestandteil des dörflichen Lebens in unseren Dörfern und gehören zu den insgesamt 1400 Vereinen verschiedener Art im Landkreis St.Wendel mit großem ehrenamtlichem Engagement. Die Stammschau zeige den hohen Zuchtstand der beteiligten Aussteller“, lobte der Kreisbeigeordnete Werner Wilhelm (CDU) als Vertreter des St. Wendeler Landrats Udo Recktenwald (CDU), Schirmherr der Veranstaltung, bei der Siegerehrung.

Mit dem Landesverbandsehrenpreis (LVP) und der Note hervorragend wurden die Züchter Erhard Sticher aus Türkismühle für den Stamm Thüringer Barthühner blaugesäumt und Siegfried Bartzen aus Überroth mit indischen Zwergkämpfer fasanenbraun ausgezeichnet. Lothar Stahn aus Namborn erhielt für seine Dresdner weiß – ebenfalls mit der Note hervorragend – das Ehrenband des Landesverbandes der Rassegeflügelzüchter Mecklenburg-Vorpommern.

Die Note hervorragend erhielt auch Holger Butz aus Hirzweiler für seine Zwerg-Seidenhühner weiß. Weitere Kreisverbandsehrenpreisen (KVE) erhielten Edda Mennig aus Leitersweiler für Laufenten schwarz, Karl-Heinz Riefer aus Winterbach für Deutsche Wyandotten schwarz, Stefan Meiser aus Illingen für Indische Zwergkämpfer fasanenbraun, Gerhard Wälder aus Winterbach für Zwerg-Wyandotten weiß-schwarz columbia. Auch die Jugendzüchter Leonie Sticher aus Wolfersweiler und Leon Schwan aus Hofeld-Mauschbach strahlten: Ihre Tiere wurden jeweils mit sehr gut bewertet. „Die Ausstellung war sehr gut besucht mit auffallend vielen Kleinkindern mit ihren Eltern. Und die Ausstellungsform mit den Volieren wurde von allen Seiten gelobt“, fasste der Namborner Vereinsvorsitzende Hoffmann zusammen.

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