Sehnsucht nach Farbe

Namborn. Die 37-jährige Künstlerin Tanja Bonaventura-Kleber wurde in Homburg geboren und wohnt heute mit ihrer Familie in Nonnweiler-Bierfeld mit einem eigenen Atelier wo sie Schüler unterrichtet. Ihre Leidenschaft für das Malen entdeckte sie schon in ihrer Kindheit und entwarf aus allen möglichen Materialen Kleidungsstücke und Möbel für ihre Barbiepuppen

Namborn. Die 37-jährige Künstlerin Tanja Bonaventura-Kleber wurde in Homburg geboren und wohnt heute mit ihrer Familie in Nonnweiler-Bierfeld mit einem eigenen Atelier wo sie Schüler unterrichtet. Ihre Leidenschaft für das Malen entdeckte sie schon in ihrer Kindheit und entwarf aus allen möglichen Materialen Kleidungsstücke und Möbel für ihre Barbiepuppen. Nach ihrem Abitur 1991 wollte sie ein Handwerk erlernen, begann eine Ausbildung zur Druckform-Herstellerin. Weil in diesem Beruf das Handwerkliche immer mehr von der Technik vertrieben wurde, entschloss sie sich 1994 zu einem Studium in der Fachrichtung Produktdesign an der Hochschule der Bildenden Künste Saar in Saarbrücken. Dort erwarb sie nicht nur Grundkenntnisse in der Holz-, Kunststoff- und Metallverarbeitung, sondern auch in verschiedenen künstlerischen Drucktechniken wie Radierung und Siebdruck. Zusätzlich nahm sie an fachübergreifenden Projekten im Bereich Fotografie und freie Kunst teil und kam somit zum ersten Mal mit Farbe als alleinigem Gestaltungsmittel in Berührung. Diese Erfahrung die pure Farbe zu benutzen, zeigte Tanja Bonaventura-Kleber, was Farbe allein bewirken und ausdrücken kann. Die Sehnsucht nach Farbe ließ sie nicht los, und so begann sie mit der Acrylmalerei. Hier konnte sie ihr vielfältiges Interesse kombinieren und in ihre Werke einfließen lassen. "Mittelpunkt in ihren Arbeiten ist die Farbe, denn sie ist es, die unser Herz berührt, unseren Geist beflügelt und unsere Seele sprechen lässt", so Ingeborg Hoffmann in ihrer Laudatio. Diese Erkenntnis, gepaart mit handwerklichen Fähigkeiten versuche die Künstlerin als Referentin an der Volkshochschule St. Wendel und in ihrem Atelier in Bierfeld an ihre "Schüler" zu vermitteln. Die Namborner Kulturbeauftragte wünschte der Künstlerin weiterhin kreativ und schöpferisch tätig zu sein. Schließlich sei es für die Jugend ein Fingerzeig auf den richtigen Weg. Ausgestellt in Namborn sind 40 Bilder. Tanja Bonaventura-Kleber dankte für den starken Besuch der Vernissage und sagte: "Die Bilder sprechen während der Entstehung mit mir und sagen dann, was sie werden sollen". Drei Bilder wurden an diesem Abend verlost. Zu lösen war das Rätsel "Auf wie vielen Bildern sind tatsächlich Teile von mir zu finden?" Zur Feierstunde spielte die 15-jährige Lena Lukas aus Hirstein auf ihrer Querflöte. se