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Sebastianwallfahrt in Roschberg in abgespeckter Form

Tradition in Roschberg : Wallfahrt in abgespeckter Form

Roschberger Sebastianwallfahrt startet am 16. Januar.

Für die Roschberger war die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts eine schwierige Zeit. Damals waren in dem Ort Typhus und Pest ausgebrochen. Weil beide Krankheiten von den meisten Menschen und Tieren überstanden wurden, gelobte man als Dank dafür, ab 1870 jährlich eine Wallfahrt zu Ehren des Heiligen Sebastian nach St. Wendel zu machen.

„Die 150. Sebastianwallfahrt im vergangenen Jahr war ein besonderes Ereignis“, schreibt Ortsvorsteher Norbert Jung. Die Pilger machten sich demnach traditionsgemäß um 7 Uhr in der Früh auf den Weg zum Missionshaus in St. Wendel. Der Wallfahrtsgottesdienst in der dortigen Aula wurde traditionsgemäß vom Männergesangverein Liederkranz Roschberg unter der Leitung von Konrad Ludwig musikalisch gestaltet. Anschließend traf man sich zum gemeinsamen Kaffeetrinken im Pilgersaal. Jeder Wallfahrer bekam als Erinnerung eine Kerze mit dem Spruch „150 Jahre Sebastianwallfahrt“.

Und wie wird es wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr? „Wir wollen die Tradition der Sebastianwallfahrt in schwieriger Zeit, wenn auch in abgespeckter Form, aufrechterhalten und fortführen“, so Jung. Die Wallfahrt findet am Samstag, 16. Januar, statt. Die Fußgruppe trifft sich um 9.30 Uhr am Kelterhaus in Roschberg und macht sich auf zur Wallfahrt nach Furschweiler. Der Gottesdienst in der dortigen Pfarrkirche St. Anna beginnt laut Jung um 10 Uhr. „Auf Musik und auch auf das gemeinsame Frühstück müssen wir wegen Corona verzichten“, bedauert der Ortsvorsteher. „Trotzdem hoffe ich auf eine rege Beteiligung an der Sebastianwallfahrt.“ Weil die Anzahl der Besucher des Gottesdienstes in der Pfarrkirche St. Anna begrenzt ist, ist eine Anmeldung erforderlich.

Kontakt: Pfarrbüro Oberthal, Telefon (0 68 54) 85 73. Mail: pfarrbuero@oberthal-namborn.de.